Analfisteln

 

Bei diesem Krankheitsbild handelt es sich um eiternde Gänge in der Region um die Enddarmöffnung. Der Ursprung ihrer Entstehung liegt in den so genannten Duftdrüsen (Proktodealdrüsen).

Der Patient bemerkt häufig die Bildung eines Pickels in der Analregion. Dieser fällt durch wiederholte Schwellungen, eitrige Absonderung und zeitweilige Schmerzen auf. In diesem Fall ist eine weiterführende Diagnostik nötig. Der Abszess entsteht kurzfristig und äußert sich durch eine zunehmend schmerzhafte Schwellung in der Afterregion, Abgeschlagenheit und erhöhte Körpertemperatur.

Der Verlauf der Fistelgänge in Relation zum Schließmuskel ist maßgeblich für die Einteilung und Therapieplanung einer Analfistel. In Anlehnung an eine bekannte Klassifikation nach Parks unterscheidet man vier Formen von Analfisteln.

Die Therapie der Wahl besteht in der Eröffnung der Eiterhöhle und Schaffung eines großzügigen Abflusses. Damit wird ein rasches Abklingen der Beschwerden erreicht. Der Analabszess bedarf immer einer operativen Behandlung. Abschwellende Maßnahmen allein bzw. die Gabe von Antibiotika verschleppen den Heilverlauf und können zu ernsthaften Komplikationen führen.