Marisken

 

Marisken sind hautfarbene nicht schmerzhafte Knoten bzw. Hautlappen am äußeren Analrand, die sowohl einzeln – als auch mehrfach sowie zirkulär um den Analrand herum erscheinen können. Sie sind von weicher bis kräftiger Konsistenz ganz unterschiedlicher Größe und können in jedem Lebensalter auftreten.

 Man unterscheidet zwischen so genannten primären und sekundären Marisken. Die primären Marisken treten weitaus häufiger auf und entstehen ohne erkennbaren Grund. Sekundäre Marisken können nach proktologischen Erkrankungen wie z. B. Hämorrhoiden, Analvenenthrombosen, Analfissuren oder chronischen Entzündungen entstehen. Es handelt sich hierbei um Folgezustände vorausgegangener Erkrankungen.

In den seltensten Fällen verursachen Marisken Beschwerden, oft stellen sie allenfalls ein kosmetisches oder hygienisches Problem dar. Mechanische Reizung, z. B. durch forcierte Analhygiene oder eng anliegende Unterwäsche kann zu entzündlichen Veränderungen und schmerzhaften Einrissen führen. In solchen Fällen sind Juckreiz, Brennen, Nässen und Blutungen die Folgen.

Zur Sicherung der Diagnose genügen die Blickdiagnose und eine Spiegelung des Analkanals (Proktoskopie). Nach einer chirurgischen Entfernung der Marisken findet eine feingewebliche Untersuchung statt.

Asymptomatische Marisken bedürfen keiner Behandlung. Bei auftretenden Beschwerden ist eine symptombezogene Behandlung mit Salben, Sitzbädern und Optimierung der Analhygiene angezeigt. Sollte es zu keiner Besserung kommen, so ist eine chirurgische Abtragung (Resektion) erforderlich.