Stoffella Hallux valgus Operation

 

Die Operation nach Stoffella zur Therapie der Ballengroßzehe (Hallux valgus) ist eine standardisierte subkapitale Winkelosteotomie des I. Mittelfußknochens, die mit einem so genannten Hallux Fixateur interne stabilisiert wird.
Die international inzwischen an über 200 Kliniken durchgeführte Operationsmethode, die von Dr. Stoffella in Wien entwickelt wurde, hat eine unkomplizierte Behandlung dieses oft gefürchteten chirurgischen Eingriffs ermöglicht.

Bild BiomechanikDas dynamische Implantat ermöglicht bei der Belastung des Fußes den axialen
Kraftfluss durch das Metatarsale I und damit die Kompression der Fragmente.
Die rotationsstabile Schienung und die winkelstabile Verriegelung neutralisieren
die Verschiebekräfte und bewirken die Stabilität der Osteotomie.

 

 

Durch die Möglichkeit der freien Positionierung des Metatarsalköpfchens in der
Winkelosteotomie können auch hochgradige Hallux valgus Fehlstellungen in
allen Ebenen anatomisch rekonstruiert werden.

Die Belastung des Vorfußes wird auf die Osteotomie weitergeleitet. Das Implantat wirkt als Kraftträger und neutralisiert die Verschiebekräfte.

Die Operation kann in Lokalanästhesie oder Allgemeinnarkose durchgeführt werden.
Das Großzehengrundgelenk wird von einem medialen Zugang eröffnet und die
Knochenverdickungen begradigt. Das Mittelfußköpfchen wird mit einem Winkelschnitt durchtrennt und in die anatomische Achse reponiert.
Bild Animation der OperationBild Hallux–Fixateur

Der so genannte Hallux Fixateur interne wird mit dem freien Ende im Markraum
des I. Mittelfußknochens verankert und das gebogene Ende wird mit dem Mittelfußköpfchen winkelstabil verriegelt. Durch einen zweiten kleinen Schnitt können bestehende Gelenkkontrakturen der Großzehe gelöst werden.

Animation FixateurDie funktionelle Belastung des Fußes ist ein wichtiger Bestandteil der Operationstechnik, weil durch den Druck (die Kompression) die Knochenneubildung gefördert wird. In den ersten Tagen sollte der Fuß noch geschont werden. Dazu erhält der Patient eine Sandale mit Klettverschluss. Der Verband wird vom Arzt regelmäßig gewechselt und sollte immer trocken und sauber gehalten werden.

Jede Fußoperation führt zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Schwellung des knochenumgebenden Gewebes. Die Schwellung kann medikamentös behandelt werden und reduziert sich durch kurzfristige Hochlagerung des Fußes und durch regelmäßige Tretbewegungen auf einem so genannten Ergometer. Nach wenigen Tagen kann man schon die meisten Tätigkeiten durchführen und nach dem Abschwellen können Bequemschuhe getragen werden.

Am Ende der zweiten Woche werden die Nähte gezogen und ab der sechsten Woche wird der Hallux Fixateur in einem kurzen operativen Eingriff entfernt.