Ganzheitliche Betrachtungsweise als Basis der Akupunktur
Im menschlichen Organismus fließt nach dieser Lehre die Lebensenergie (Qi), die aus den gegensätzlichen Elementen Ying und Yang besteht. Beide Elemente ergänzen sich jedoch zu einem ausgeglichenen Ganzen. Das Qi fließt durch Leitbahnen (Meridiane), von denen es nach gängiger Meinung 12 Hauptmeridiane, 12 Nebenmeridiane und 8 weitere (Sonder-) Meridiane gibt. Für die Akupunktur sind sie von großer Bedeutung, da die Akupunkturpunkte auf diesen Linien liegen. Die Punkte sind bestimmten Organen und Körperfunktionen zugeordnet.
Ist der harmonische Fluss der Lebensenergie gestört, kommt es zu Krankheiten beziehungsweise Schmerzen. Das Gleichgewicht kann unter anderem durch Umwelteinflüsse, psychische Probleme, Stress, Anstrengung oder Unterbelastung, eine ungünstige Ernährungsweise sowie durch Verletzungen gestört werden. In der Wissenschaftsmedizin gibt es des Weiteren einen Erklärungsansatz, der die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur in der Ausschüttung von so genannten Glückshormonen (Endorphine) sieht.