Chronische venöse Insuffizienz (CVI)
Die sichtbaren blauen Adern (Venen) sind jene Gefäße, die das sauerstoffarme Blut aus den Organen und Muskeln zurück zu Herz und Lunge transportieren. Dort wird das Blut wieder mit Sauerstoff angereichert und gelangt zurück in den Körperkreislauf.
Arbeiten die Venen nicht ordnungsgemäß – und ist der Rücktransport des Blutes gestört, so spricht man von einer venösen Insuffizienz.
Die chronische venöse Insuffizienz (CVI), auch venöses Stauungssysndrom oder chronische Veneninsuffizienz genannt, beruht auf einer Durchblutungsstörung der kleinsten Blutgefäße (so genannte Mikrozirkulationsstörung) infolge einer Abflussbehinderung in den Venen. Folgen sind schwere Venen- und Hautveränderungen bis hin zur Bildung eines Geschwürs (offenes Bein).
Die Erkrankung wird durch verschiedene Risikofaktoren und Grunderkrankungen beeinflusst und tritt bei Frauen doppelt so häufig auf wie bei Männern.
Zur Beurteilung der Hautveränderungen der Patienten und zur Festlegung einer geeigneten Therapie wird die CVI in drei Stadien eingeteilt. Meistens reichen die beschriebenen Hautveränderungen schon zur Diagnose aus. Dennoch ist es in manchen Fällen wichtig, eine weiterreichendere Diagnostik durchzuführen.
Die Therapie der chronischen venösen Insuffizienz erfolgt konservativ. Sind Krampfadern die Ursache für die Erkrankung, so ist ein operatives Vorgehen indiziert.