Gefäßverkalkung (Arteriosklerose)

 

Die Schlagadern (Arterien) sind jene Gefäße, die das nährstoffreiche – und von der Lunge mit Sauerstoff angereicherte – Blut unter der Pulsation des Herzschlages in die Organe und Gewebe leiten. Bei zunehmender Einengung der Schlagadern werden Organe bzw. die Extremitäten (Arme, Beine) nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Es treten die so genannten Durchblutungsstörungen mit Ihren Krankheitssymptomen auf.

Hierbei werden Fette und Kalk in der Gefäßwand eingelagert und das Gefäß wird allmählich verschlossen. Dies ist ein schleichender Prozess. Blutgerinnsel, die an solchen Verkalkungen entstehen, können einen plötzlichen Gefäßverschluss hervorrufen.

Nach heutigem Wissen ist eine fortgeschrittene Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) nicht mehr rückgängig zu machen. Die Erkrankung ist unheilbar. Aber es ist möglich, ihre Weiterentwicklung erheblich zu verlangsamen oder sogar gänzlich zu stoppen. Von entscheidender Bedeutung ist das konsequente Ausschalten der Risikofaktoren mit ihren schädigenden Einflüssen.

Suchen Sie regelmäßig Ihren Hausarzt auf. Lassen Sie Blutdruck, Blutzucker, Fett- und Harnsäurewerte regelmäßig kontrollieren.

Stellen Sie das Rauchen ein. Es ist heute zweifelsfrei erwiesen, dass das Rauchen einer der aggressivsten Faktoren für die Entstehung einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) ist.

Bewegen Sie sich regelmäßig. Insbesondere, wenn die Durchblutungsstörung noch nicht so weit fortgeschritten ist, kann regelmäßiges, konsequentes und intensives Gehtraining mehr bewirken als manches Medikament.

Ernähren Sie sich ausgewogen. Achten Sie auf vernünftige, vielseitige und fettarme Ernährung. Außerdem sollten Sie stets ausreichende Mengen trinken, mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit täglich.

Aufgrund der schwerwiegenden Folgen (Raucherbein, drohende Amputation, Schlaganfall, Herzinfarkt) ist es wichtig, Gefäßkrankheiten vorzubeugen, sie so früh wie möglich zu erkennen und gezielt von Ihrem Gefäßchirurgen behandeln zu lassen.