Knochenbrüche (Frakturen) der Hand

kahnbeinfraktur

Häufig führen Stürze oder sonstige Unfälle zu Knochenbrüchen an der Hand. Einige Brüche können, wenn sie nicht verschoben sind, mittels Gipsruhigstellung behandelt werden. Bei anderen ist immer eine Operation erforderlich. Wir gehen hier auf zwei spezielle, häufig auftretende Knochenbrüche der Mittelhand und Handwurzel ein.

 

 

Kahnbeinfraktur 

Das Kahnbein ist einer der acht Handwurzelknochen des Menschen. Der Kahnbeinbruch ist der häufigste Knochenbruch der Handwurzelknochen und entsteht durch einen Sturz auf die Hand. Die Symptome sind vielfältig, Patienten berichten über Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Handgelenk. Eine Schwellung ist in der Regel kaum erkennbar. Aufgrund geringer Beschwerden kann es dazu kommen, dass der Bruch nicht sofort erkannt wird und dann nicht verheilt.
Wichtig ist die korrekte Diagnosestellung. Vor allem eine spezielle Röntgenuntersuchung sowie CT-Untersuchungen (Computertomographie) in spezieller Technik ermöglichen die Diagnosestellung der Kahnbeinfraktur.
Die Lokalisation und Stellung des Bruches ist für die Therapie entscheidend. Es erfolgt eine Unterteilung in stabile und instabile Kahnbeinbrüche, die sich anhand der Röntgenbilder unterscheiden lassen. Hieraus ergibt sich die weitere Therapie. Ziel ist eine schnelle Abheilung, möglichst ohne Funktionseinschränkungen oder Fehlstellungen.

Bennett-Fraktur

Es handelt es sich um einen Knochenbruch an der Basis des ersten Mittelhandknochens, der bis in das Daumensattelgelenk zieht. Aufgrund von Muskelzug kommt es fast immer zu einem Verschieben des Bruches, so dass eine operative Therapie erforderlich wird.
Die Einrichtung des Bruches wird unter lokaler Betäubung des Armes durchgeführt. Dies kann, je nach Bruchart, ohne oder mit Hautschnitt erfolgen. Dann wird der Bruch mit Drähten oder Schrauben fixiert. Anschließend ist eine Ruhigstellung mit einem Gips für sechs Wochen erforderlich.