Hüftgelenksspiegelung (Arthroskopie)
Die Arthroskopie ist ein schonender operativer Eingriff und kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen des Hüftgelenks angewendet werden. Der Chirurg führt dafür eine Kamera und spezielle Instrumente in das Gelenk des Patienten ein. So ist es möglich, minimal-invasiv, das heißt mit möglichst kleinen Schnitten, viele Erkrankungen der Gelenke zu diagnostizieren und zu behandeln.
Für das Knie- und Schultergelenk gehört die Spiegelung schon seit einigen Jahren zu den orthopädischen Standardoperationen. Hüftgelenke wurden dagegen erst in der jüngeren Vergangenheit arthroskopisch behandelt. Dies hängt damit zusammen, dass die Hüfte aufgrund der umgebenden Muskulatur wesentlich schwieriger zugänglich ist als andere Gelenke. Die Hüftarthroskopie ist ein anspruchsvolles Operationsverfahren, mit dessen Hilfe eine zunehmende Zahl an Hüftgelenksleiden präzise und patientenfreundlich behandelt werden können. Neben kosmetischen Vorteilen aufgrund der kleinen Schnitte, liegt der größte Vorteil des minimal-invasiven Verfahrens in der Schonung der Muskeln und Sehnen. Die geringe Weichteilschädigung im Gelenk hat nach dem Eingriff – verglichen mit einer klassischen Operation – deutlich weniger Hüft- und Leistenschmerzen zur Folge.
Eine Hüftgelenksarthroskopie wird heute in der Regel stationär durchgeführt. Mit Ausnahme der Behandlung von Knorpeldefekten, ist es nach dem Eingriff möglich, das Gelenk schmerzabhängig zu belasten. Die meisten Patienten entlasten in der ersten Woche mit Gehstützen, danach benötigen Sie diese nicht mehr.
Am Tag der Operation und in den folgenden zwei bis sieben Tagen ist meistens ein stärkeres Schmerzmittel notwendig. Später reicht - je nach Bedarf - ein schwächer dosiertes Medikament. Ein intensives Krankengymnastik-Programm ist jedem Patienten im Anschluss an die Operation zu empfehlen.
Wir nennen Ihnen bei Bedarf Spezialisten für diese Operation.
