Knochen-Knorpel-Schaden (Osteochondrosis dissecans)

 

Bei der Osteochondrosis dissecans (OCD) liegt die Ursache für einen Knorpelschaden in einer Stoffwechselstörung. Diese Erkrankung betrifft den Knochen unmittelbar unterhalb des Knorpels und kann sowohl ohne Beschwerden – als auch mit Schmerzen und Schwellungen verlaufen. Löst sich das Knochen-Knorpel-Stück aus seiner Umgebung ab, so kann es zu so genannten Einklemmungserscheinungen mit stechenden Schmerzen kommen. In vielen Fällen kann die Stoffwechselstörung des Knochens frühzeitig, noch vor Entstehung eines Knorpeldefekts durch eine Kernspintomographie (MRT) erkannt werden. Diese muss mit der Gabe eines Kontrastmittels erfolgen, um die Durchblutung des Knochenbezirks zu beurteilen. Findet sich im Rahmen einer Arthroskopie noch intakter Knorpel, so kann die Durchblutung des Knochens durch eine Knochenbohrung von der Gelenkaußenseite angeregt werden. Durch dieses Verfahren kann die Erkrankung ausheilen. Ist bereits ein Knorpelschaden vorhanden, so wird dieser mit Hilfe einer Mikrofrakturierung behandelt.