Therapie einer chronischen Analfissur
Halten die Beschwerden länger als einige Wochen an oder kommt es zu Rückfällen, so ist wegen des beschriebenen Schmerzkreislaufes nicht mehr mit einer Spontanheilung zu rechnen. Um mögliche Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern, sollte eine chronische Analfissur daher operiert werden.
Früher wurde eine so genannte laterale Sphinkterotomie durchgeführt. Dabei wurde der innere Schließmuskel teilweise durchtrennt, um die Muskelspannung auf Dauer zu reduzieren. Oder der Schließmuskel wurde unter Narkose aufgedehnt. Diese beiden Verfahren werden heutzutage allerdings nur noch mit Zurückhaltung angewendet, da sie bei Komplikationen zur Stuhlinkontinenz führen können.
Heutzutage wird das Geschwür in einer Kurznarkose entfernt (Fissurektomie). Dabei bleibt der Schließmuskel vollständig erhalten. Nur wenn als Komplikation bereits eine Fistel entstanden ist, dann werden oberflächliche Anteile des Schließmuskels aufgespalten. Die Operation ist in der MANUS KLINIK ambulant durchführbar.
Um in der Nachbehandlung die Wundheilung zu unterstützen, werden Sitzbäder und ein mildes Abführmittel zur Stuhlregulierung verschrieben.