FUSS. CHIRURGIE. BEHANDLUNGSFELDER.


Etwa 80 Prozent aller deutschen Erwachsenen haben Fußprobleme, die damit zu den häufigsten Beschwerden der Menschen gehören. Der Fuß ist sehr komplex: 26 Knochen sind über 33 Gelenke miteinander verbunden und über 100 Bänder halten diese zusammen. 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen für die Beweglichkeit und festen Stand.

Eine Vielzahl von Nerven versorgen die Haut, Muskeln und Sehnen des Fußes. Dadurch können Druck, der Dehnungszustand der Muskulatur und der Sehnen sowie die Temperatur gefühlt werden. Der Fuß wird so zu einem sensiblen Organ, das Unebenheiten erkennt, einen weichen von einem harten Untergrund unterscheidet, ebenso wie warm und kalt, spitz und stumpf. Blutgefäße versorgen den Fuß zudem mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Beschwerden
Viele Patienten leiden an Fehlstellungen der Großzehe, dem Hallux valgus, einer Großzehengrundgelenksarthrose (Hallux rigidus), Hammer- und Krallenzehen, Schmerzen des Vorfußes (Metatarsalgie) oder Nervenveränderungen wie Morin Neurinom und Nerveneinengungen, wie das Tarsaltunnelsyndrom. Ebenfalls häufig sind eingewachsene Zehennägel, Schneiderballen, Hühneraugen und Druckstellen. Auch Fersenschmerzen gehören zu häufigen Fußproblemen. Hinzutretende Durchblutungsstörungen (siehe auch Gefäße) oder eine Zuckerkrankheit können in höherem Alter die Beschwerden noch weiter verschlimmern.

Behandlung
Minimale oder temporäre Beschwerden können leicht zu gefährlichen Erkrankungen führen. Es sollte deshalb das Ziel sein, Störungen der Fußmechanik sowie der Belastung oder Veränderungen an den Knochen und Weichteilen frühzeitig zu erkennen - und wenn möglich auch zu behandeln. Die Diagnose und vor allem der operative Eingriff sind zunehmend spezialisierten Operateuren vorbehalten. Eine Operation kann in vielen Fällen die Funktion wiederherstellen, dadurch Schmerzen beseitigen und die kosmetische Erscheinung verbessern.

Zu den häufigsten Erkrankungen des Fußes gehört die Ballen(groß)zehe (Hallux valgus). Hierbei weicht die Großzehe zunehmend nach außen in die Richtung der anderen Zehen ab und es kommt an der Innenseite zu einer schmerzhaften Vorwölbung, welche dann als „Ballen“ deutlich durch die Schuhe zu sehen ist. Häufig sind auch die benachbarten Zehen davon beeinträchtigt, und es bilden sich so genannte Krallenzehen aus.

Ursachen
Als Ursachen werden sowohl erbliche Faktoren, Bindegewebsschwäche, aber vor allem falsches Schuhwerk diskutiert. Jeder Betroffene sollte bei einem alten Paar Schuhe die vordere Kappe abschneiden. Es ist erstaunlich, wie viel Platz die Zehen eigentlich benötigen - und wie wenig der Schuh ihnen gönnt.

Beschwerden
Die Behandlung der Ballenzehe richtet sich nicht nach dem Ausmaß der Deformierung, sondern nach den Beschwerden. Sind diese gering oder nicht vorhanden, so sind keine Behandlungsmaßnahmen erforderlich. Eingriffe aus kosmetischen Gründen sollten unterlassen werden, da nicht auszuschließen ist, dass anschließend Schmerzen auftreten, die vorher nicht vorhanden waren.

Behandlung | Konservative Methode
Treten Beschwerden auf, so wird zunächst versucht, diese mit so genannten konservativen Therapiemaßnahmen in den Griff zu bekommen, wie z.B. geändertes Schuhwerk, Schuheinlagen oder Nachtschienen. Sollten diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, ist eine Operation der nächste Schritt.

Behandlung | Operative Methode
In der Literatur werden über hundert verschiedene Verfahren beschrieben, und gerade in den letzten Jahren wurden erhebliche Fortschritte und Verbesserungen der Fußchirurgie erreicht. Durchgesetzt haben sich generell so genannte Umstellungsoperationen des 1. Mittelfußknochens Dabei wird dieser an unterschiedlichen Stellen durchtrennt und in korrigierter Stellung wieder befestigt. Bei den neueren Verfahren kommen spezielle Implantate zur Anwendung. Diese ermöglichen einen guten Operationserfolg ohne dass ein langer Zeitraum der Fußentlastung oder das lange Tragen eines Spezialschuhs notwendig wird. Schon direkt nach der Wundheilung können die Patienten den Fuß wieder uneingeschränkt benutzen. Die Operation ist auch bei älteren Menschen meistens ambulant möglich und wird in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt. Durch moderne Operationsverfahren ist die Zeit nach der Operation schmerzarm. Eine längere Entlastung des Fußes ist nicht notwendig und die Aussicht auf ein schmerzloses Laufen gut.

Behandlung | Stoffella Hallux valgus Operation
Zur dauerhaften operativen Behandlung eines Ballenzehes, sog. hallux valgus, ist die Durchtrennung und das Versetzen des 1. Mittelfußknochens erforderlich. Hier unterscheiden sich die einzelnen Operationsverfahren lediglich an der Art und Lokalisation der Durchtrennung (sog. Osteotomie). Der große Unterschied besteht in der Refixation der durchtrennten Knochen. Die Stoffella-Operation ist eine innovative Operationsmethode zur dauerhaften Therapie des Ballenzehes, die sich von anderen Techniken durch eine besondere (dynamische) Form der Stabilisierung der korrigierten Knochenteile unterscheidet. Traditionelle Operationsmethoden verwenden zur Stabilisierung z. B. Verschraubungen. Sie sind fest und unbeweglich, aber nicht ausreichend stabil für die vielseitigen Bewegungsansprüche und erfordern daher entlastende Spezialschuhe, häufig für 12 Wochen.
Die international inzwischen an über 200 Kliniken durchgeführte Operationsmethode, die von Dr. Stoffella in Wien entwickelt wurde, macht eine unkomplizierte Behandlung dieses oft gefürchteten chirurgischen Eingriffs möglich. Bei der Stoffella Operation werden die Kräfte der Fußbewegung zur Stabilisierung der Knochenverbindung eingesetzt. Dazu wurde ein bewegliches Implantat (Hallux Fixateur interne) entwickelt, das in den Knochen eingeführt wird: Es ist eine Art elastische innere Schiene, die die Knochenverbindung stabilisiert.

Dieses dynamische Implantat ermöglicht bei der Belastung des Fußes den axialen Kraftfluss durch das Metatarsale und damit die Kompression der Fragmente. Die rotationsstabile Schienung und die winkelstabile Verriegelung neutralisieren die Verschiebekräfte und bewirken die Stabilität der durchtrennten Knochen.

Durch die Möglichkeit der freien Positionierung des Metatarsalköpfchens in der Winkelosteotomie können auch hochgradige Hallux valgus Fehlstellungen in allen Ebenen anatomisch rekonstruiert werden. Die Belastung des Vorfußes wird auf die Osteotomie weitergeleitet. Das Implantat wirkt als Kraftträger und neutralisiert die Verschiebekräfte. Die Operationstechnik mit dem “Hallux Fixateur interne“ erlaubt eine zuverlässige Korrektur der Hallux-Fehlstellung, eine sofortige Belastung des Fußes in Bequemschuhen und eine kurze Rehabilitationszeit ohne wesentliche Beschwerden In der Regel erreichen die Patienten nach ungefähr zwei Wochen wieder ihre volle Arbeitsfähigkeit.

Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Das Großzehengrundgelenk wird eröffnet und die Knochenverdickungen begradigt. Das Mittelfußköpfchen wird mit einem Winkelschnitt durchtrennt und in die anatomische Achse reponiert. Der so genannte Hallux Fixateur interne wird mit dem freien Ende im Markraum des I. Mittelfußknochens verankert und das gebogene Ende wird mit dem Mittelfußköpfchen winkelstabil verriegelt.

Die sofortige Belastung des Fußes nach der Operation ist ein wichtiger Bestandteil der Operationstechnik, weil durch den Druck (die Kompression) die Knochenneubildung gefördert wird. In den ersten Tagen sollte der Fuß noch geschont werden. Dazu erhält der Patient eine Sandale mit Klettverschluss.

Jede Fußoperation führt zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Schwellung des knochenumgebenden Gewebes. Die Schwellung kann medikamentös behandelt werden und reduziert sich durch kurzfristige Hochlagerung des Fußes und durch regelmäßige Tretbewegungen auf einem so genannten Ergometer. Nach wenigen Tagen kann man schon die meisten Tätigkeiten durchführen und nach dem Abschwellen können Bequemschuhe getragen werden.

Der Großzehengrundgelenksverschleiß (Hallux rigidus) ist eine abnutzungsbedingte Erkrankung (Arthrose) des Grundgelenkes der Großzehe mit massiven Schmerzen. Die Folge ist eine Bewegungseinschränkung. Unbehandelt führt dies zur Einsteifung des Großzehengrundgelenks. Gelegentlich werden Vorstadien dieser Erkrankung auch als Hallux limitus bezeichnet. Durch den Verschleiß kommt es zu einer dauerhaften, schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes.

Beschwerden
Diese Bewegungseinschränkungen durch Hallux rigidus äußern sich vielseitig. Das Abrollen ist schmerzhaft eingeschränkt und die Belastbarkeit bei längeren Gehstrecken ist erheblich herabgesetzt. Meist bleibt in der Anfangsphase der Erkrankung zunächst noch eine ausreichende Beugefähigkeit der Großzehe (sohlenwärts) erhalten. Die jedoch erheblich wichtigere Streckfähigkeit (fußrückenwärts) für den Abrollvorgang verringert sich immer mehr, bis schließlich im schlimmsten Fall die Großzehe im Grundgelenk in einer Beugestellung einsteift.

Durch eine Überstreckung im Endgelenk wird noch eine geringe Abrollfähigkeit erhalten. Aufgrund des schmerzhaften Abrollens bei fortschreitender Erkrankung, ändert sich schließlich auch das Gangbild. Es kommt zu einem Schongang, teils auch zu einem Schonhinken an der betroffenen Seite. Häufig festzustellen ist auch ein Abrollen über die Fußaußenkante, manchmal mit Innenrotationstendenz des gesamten Fußes. Das Stehen auf den Zehen ist schmerzhaft. Daher fällt den Patienten Treppensteigen und Bergaufgehen immer schwerer.

Bei der Betrachtung des Fußes fällt häufig ein verdicktes Großzehengrundgelenk auf. Das Gelenk ist druckschmerzhaft, teilweise gerötet und überwärmt. Die Beweglichkeit ist schmerzhaft eingeschränkt, beim Durchbewegen ist eine Reibung spürbar. Das angefertigte Röntgenbild zeigt die verschleißbedingten Veränderungen des Großzehengrundgelenkes mit Gelenkspalt-Verschmälerung (Knorpelverschleiß), Veränderungen der Knochenzeichnung, typischerweise erhebliche rosendornartige Spornbildungen direkt am Gelenk.

Die Arthrose des Großzehengrundgelenks entwickelt sich langsam über Jahre. Normale sportliche Belastungen begünstigen in der Regel nicht die Entwicklung einer Arthrose. Verletzungen können jedoch zu Knorpelschäden und damit zu Arthrose führen. Wahrscheinlich ist die Erkrankung bei den meisten Menschen auf einen angeborenen schlechten Knorpel zurückzuführen. Weitere mögliche Ursachen sind Deformierungen des Großzehengrundgelenks, z.B. durch eine Hallux valgus – Fehlstellung der Großzehe, und Stoffwechselstörungen, wie die Gicht.

Die Behandlung des Hallux rigidus ist abhängig von verschiedenen Faktoren und wird individuell entschieden.

Behandlung | Konservative Methode
In frühen Stadien der Arthrose oder vorab kann durch selbständige manuelle Therapie mit Zug und Verschiebungen am Endglied (Demonstration durch den Krankengymnasten) die Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk verbessert bzw. eine gewisse Zeit erhalten bleiben. Aufgrund der schmerzhaften Einsteifung, die sich insbesondere beim Abrollen des Vorfußes bemerkbar macht, muss das Großzehengrundgelenk entlastet werden. Entsprechend sind hier starre Einlagen, z.B. aus Metall, nach Maß erforderlich. Ebenfalls kann eine so genannte Ballenrolle unter dem (vorderen) Schuh eine Entlastung ermöglichen, so dass die Abrollarbeit vom Großzehengrundgelenk ferngehalten wird. Hierzu muss begleitend die Sohle des Schuhes selbst versteift werden.

Behandlung | Operative Methode
Je nach Ausprägung der Arthrose greifen verschiedene operative Maßnahmen:

Cheilektomie
Hierbei wird der fußrückenseitige Knochenhöcker (rosendornartiger Sporn) am ersten Mittelfußköpfchen abgetragen und die Gelenkkanten geglättet. Zusätzlich werden Sehnenverklebungen beseitigt. Sollte danach keine ausreichende Streckung möglich sein, wird außerdem die Umstellung des Grundgliedes durchgeführt, damit ein gutes Abrollen ermöglicht wird.

Versorgung mit einer Prothese
Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein biokompatibles, künstliches Gelenk eingesetzt werden. Dadurch wird eine gute Beweglichkeit mit guter Fußabwicklung kombiniert. Allerdings kann ein solches künstliches Gelenk auslockern, was Folgeoperationen nach sich zieht. Leider ist die Haltbarkeit und Belastbarkeit dieser Prothesen begrenzt.

Operation nach Keller-Brandes
Dies ist ein gelenkentfernender Eingriff, mit Entfernung von 1/3-2/3 des Grundgliedes der Großzehe. Dieses Verfahren ist nur bei älteren Patienten anzuwenden, da es die Biomechanik außer Acht lässt.

Arthrodese (Versteifung) des Gelenkes
Bei jüngeren, sportlich aktiven Patienten wird eine selektive Fusion des Großzehengrundgelenkes empfohlen. Dadurch ist ein schmerzfreies und kraftvolles Abrollen möglich. Die Bewegung im Endgelenk bleibt dabei erhalten.

Ähnlich wie an der Großzehe, kann auch der 5. Mittelfußstrahl zu weit abgespreizt sein. Es bildet sich eine schmerzhafte Schwiele am Köpfchen des 5. Mittelfußknochens, welche im Schuh drückt. Als Behandlung kommt die konservative Therapie zum Zuge, bei schwerer Ausprägung die Operation.

Behandlung | Operative Methode
Je nach Ausprägung wird eine Knochenabtragung am Köpfchen, eine Umstellung des Knochens im Köpfchenbereich oder im Schaftbereich notwendig (das 5. Mittelfußköpfchen wird dadurch näher an das 4. herangebracht). Mit einem speziellen Schuh ist die Belastung des Fußes nach dem Eingriff meist von Anfang an möglich. Manchmal muss aber auch über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen ohne Belastung an Gehstützen gegangen werden.

Mit diesem Begriff werden verschiedene Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Ursachen zusammengefasst. Allen gemeinsam sind Schmerzen unter dem Mittelfuß. Die Ursache ist eine fehlerhafte Lastverteilung der Mittelfußköpfchen untereinander.

Behandlung | Konservative Methode
Die Metatarsalgie wird zunächst mit Einlagen behandelt, die in den allermeisten Fällen als Therapie ausreichen. Die Einlagen sollten durch den verordnenden Arzt überprüft werden, insbesondere, wenn keine Beschwerdefreiheit erreicht werden kann.

Behandlung | Operative Methode
Wenn es dadurch zu keiner Besserung der Beschwerden kommt, können durch operatives Anheben und/oder Verkürzen einer oder mehrerer Köpfchen eine bessere Lastverteilung des Fußes und damit meist Beschwerdefreiheit erreicht werden. Nach einer Operation ist für 2 bis 3 Wochen lediglich eine Belastung über die Ferse in einem Spezialschuh möglich. Danach kann auch der Vorfuss wieder belastet werden.

Prinzipiell gibt es zwei Formen von Fersenschmerzen: Schmerzen unter der Ferse und Schmerzen hinter der Ferse. Wenn es unter der Ferse schmerzt, so sind die häufigsten Ursachen eine Reizung der Plantarsehne (plantare Fasziitis) und als deren Folge ein Fersensporn.

Ursachen
Schmerzen hinter der Ferse sind häufig durch eine Schleimbeutelentzündung verursacht.

Reizung der Plantarsehne
Ein Übermaß an Laufen oder Springen kann den straffen Gewebestrang (Faszie) reizen, der von der Ferse zur Zehenbasis läuft und das Fußgewölbe verspannt.

Beschwerden
Der Schmerz wird typischerweise zentral unter der Ferse empfunden. Er kann anfangs mild sein und dann aufflackern, wenn Betroffene die ersten Schritte nach der Nachtruhe machen.

Behandlung | Konservative Methode
Die Behandlung besteht möglicherweise aus speziellen Übungen, abschwellenden Medikamenten und dem Tragen eines Fersenpolsters im Schuh.

Fersensporn
Wenn die Reizung der Plantarsehne (plantare Fasziitis) für längere Zeit besteht, kann sich an der Stelle, an der die Faszie am Fersenbein ansetzt, durch ein Kalziumdepot ein so genannter Fersensporn ausbilden. Die Behandlung ist normalerweise dieselbe, wie bei plantarer Fasziitis: Entlastung, bis der Schmerz nachlässt, spezielle Dehnungsübungen und Fersenpolster bzw. eine spezielle Locheinlage.

Behandlung | Konservative Methode
Zunächst kommen auch entzündungshemmende Medikamente (Tabletten oder örtliche Spritzen) zum Einsatz. In letzter Zeit konnten ebenfalls gute Behandlungserfolge mittels einer Stoßwellentherapie erzielt werden. Die Kosten hierfür werden zurzeit jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Behandlung | Operative Methode
Wenn dadurch kein Behandlungserfolg erzielt wird, kann der Fersensporn operativ entfernt werden. Bei einer neuartigen Behandlungsmethode wird durch eine "Schlüssellochtechnik" die an dem Fersensporn ansetzende Sehnenplatte an ihrem Ansatz zum Teil gespalten (endoskopische Fasziotomie = EPF), wodurch eine Entlastung und damit meist auch eine Schmerzfreiheit erzielt werden kann. In einem Spezialschuh kann der Fuß sehr bald nach der Operation belastet werden.

Bei eingewachsenen Zehennägeln handelt es sich um eine der häufigsten fußchirurgischen Erkrankungen. In den meisten Fällen ist der Großzehennagel betroffen. Eingewachsene Zehennägel werden in der Regel durch falsche Nagelpflege hervorgerufen, aber anatomische Voraussetzungen haben in der Entstehung durchaus ebenfalls eine Bedeutung. Durch das Schneiden der Nägel bis unter den so genannten Nagelwall entstehen dort schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen.

Behandlung | Operative Methode
Zur Behandlung kommt eine chirurgische Teilentfernung des betroffenen Nagels zum Einsatz. Hierbei kann gegebenenfalls auch das darunterliegende, entzündete Gewebe entfernt und die dazugehörenden Nagelwurzel entfernt werden (so genannte EMMET-Plastik), um ein erneutes Nagelfehlwachstum zu verhindern.

Das Morton Neurom ist eine Verdickung (Geschwulst) der Nerven, die sich, vom Fußballen ausgehend, zwischen den Mittelfußknochen in die Zehen verzweigen. Ein sehr intensiver Schmerz des Vorfußes, der therapieresistent bleibt, ist das typische Symptom für das Morton Neurom.

Beschwerden
Der von einem Neurom ausgehende Schmerz beginnt allmählich und verursacht ein Brennen und Kribbeln oder äußert sich in Krämpfen oder Taubheitsgefühlen. Der Schmerz tritt besonders zwischen der zweiten und dritten – oder der dritten und vierten - Zehe auf. Der Schmerz tritt sehr plötzlich auf und wird als stechend, schießend, brennend, elektrisierend sowie in die Zehen ausstrahlend empfunden. Die Schmerzen, bzw. die Gefühlsstörungen, äußern sich erstmals und dann immer häufiger nach längerem Stehen. Bei dem Tragen von festem und engem Schuhwerk verstärkt sich der Schmerz und wird fast unerträglich. Werden die Schuhe ausgezogen, tritt oft eine schnelle Besserung ein. Die so genannte Morton Neuralgie betrifft fast ausschließlich Frauen (80%).

Ursachen
Die Morton Neuralgie hat verschieden Ursachen. Die Schmerzen werden jedoch immer von verdickten und entzündeten Nerven hervorgerufen. Verschiedene Dinge werden für das Auftreten eines Morton Neuroms verantwortlich gemacht:

  • das Tragen von hohen Absätzen: Sie verlagern das Körpergewicht auf den Vorfuß.
  • das Tragen von schmalen, engen Schuhen: Die Zehen werden zwischen den Knochen eingeklemmt, was zur Entzündung führt.
  • Spreizfuß und flache Füße sowie
  • andere biomechanische Fußfunktionsstörungen

Nach der Diagnose eines Morton Neuroms, die meist über eine Kernspintomographie erfolgt, kann eine konservative Therapie versucht werden.

Behandlung | Konservative Methode
Normalerweise wird eine konservative Therapie vor einem chirurgischen Eingriff versucht. Konservative, also nicht-operattive Methoden schließen mit ein:

  • Schuhe mit einem weiten Zehenbereich
  • Orthopädische Einlagen zur Stützung des gesamten Fußes
  • regelmäßige Fußgymnastik
  • Massieren des betroffenen Bereiches

Behandlung | Operative Methode
Häufig führt die konservative Therapie beim Morton Neurom nicht zum gewünschten Erfolg, d.h. zur Schmerzfreiheit. In diesem Fall muss eine Operation erfolgen. Hierbei wird über einen kleinen Schnitt zwischen den betroffenen Mittelfußknochen der Nervenknoten aufgesucht und entfernt. Eine spezielle Nachbehandlung ist meistens nicht erforderlich.

Der Engpass, also die Einengung des Nervs am Fuß, liegt am häufigstem im sog. Tarsaltunnel vor. Der Tarsaltunnel ist die Durchtrittsstelle für Nerven und Gefäße in die Fußsohle hinter dem Innenknöchel. Der hinter dem Knöchel zur Fußsohle verlaufende Schienbeinnerv verläuft durch den sog. Tarsaltunnel und versorgt die Fußsohle. Der Tarsaltunnel wird gebildet durch einen Knochenfortsatz am Knöchel und dem Retinaculum, einem Band, das sich über den Fuß erstreckt. An dieser Stelle kann der Nerv aus verschiedenen Gründen eingeengt werden.

Ursachen
Sehr enge oder hohe Schuhe (Bergschuhe, Skischuhe) können das Tarsaltunnelsyndrom auslösen oder verstärken. Im Prinzip kann jeder Vorgang, der den Raum im Tarsaltunnel einengt, auch den Druck auf den Nerven erhöhen. Auch eine Änderung der Fußstellung (Senkfuß, Spreizfuß), Verstauchung Sprunggelenk u.a. können Ursachen für einen erhöhten Nervendruck sein.

Beschwerden
Schmerzen im Fuß, Taubheit und Brennen oder Kribbeln („Ameisenlaufen“) können auf eine solche Erkrankung hinweisen. Der Patient spürt unterschiedliche, auch wechselnde Beschwerden. Zum Teil treten die Schmerzen als Nachtschmerzen mit Ausstrahlung in Fuß und Unterschenkel auf. Diese Schmerzen können auch unter Belastung auftreten und im Verlaufe des Tages ständig zunehmen. Vor allem aber sind sie in der Nacht und in Ruhe zu spüren. Durch Massage und Reibung werden die Tarsaltunnelschmerzen typischerweise vermindert.

Behandlung | Diagnosestellung
Im Rahmen der klinischen Untersuchung werden Druckschmerzen und Klopfschmerzhaftigkeit geprüft. Ein Nervenleitungstest oder EMG (Elektromyogramm, ein Muskelfunktionstest) – ergänzend zu Röntgen und MRT – ermittelt das Ausmaß der Nervenbeeinträchtigung.

Behandlung | Konservative Methode
Bei Entzündungen als Auslöser des Tarsaltunnelsyndroms sind schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente erforderlich. Dazu gehören die NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika). Es können auch Orthesen (Schienen) zur Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms eingesetzt werden, indem sie den Fuß ruhigstellen. Sie reduzieren den Druck und die Bewegungsbelastung. Sind Knick-Senkfüße die Ursache für das Tarsaltunnelsyndrom, können auch Schuheinlagen wirksam therapieren. Unter Umständen ist auch eine Spritzenbehandlung mittels Kortison angezeigt.

Behandlung | Operative Methode
Die Operation wird erst beim Versagen der konservativen Therapie durchgeführt. In einem kleinen Eingriff wird die über dem Kanal liegende bindegewebige Struktur, das Retinaculum, durchtrennt, und der Nerv befreit. Diese Operation muss man sich ähnlich der Operation beim Karpaltunnelsyndrom vorstellen. Eine Gipsbehandlung o.ä. ist danach nicht erforderlich, eine Belastung des Fußes sollte bis zur Schmerzgrenze durchgeführt werden. Die Behandlung nach der Operation dauert noch etwa 12 Tage bis zur Entfernung des Nahtmaterials. Danach kann auch uneingeschränkt wieder Sport getrieben werden.

Als Folge von Verletzungen, aber auch Über- oder Fehlbelastungen kann es zu einem Bruch (Fraktur) im Fußbereich kommen. Häufig sind hier der Bruch der Mittelfuß- oder Zehenknochen. Die Mittelfußknochen verlaufen fächerförmig von den Fußwurzelknochen zu den Zehen. Mittelfußknochen brechen häufig bei einer indirekten Krafteinwirkung wie heftigem Auftreten oder Umknicken (Metatarsalfraktur). Aber auch nach einer sehr langen und strapaziösen Gehstrecke kann das der Fall sein (Marschfraktur). Zehen dagegen brechen eher bei einer direkten Krafteinwirkung, wie dem Anstoßen des Fußes an ein Stuhlbein. Während Zehenbrüche meist auch ohne Behandlung problemlos verheilen, erfordern Brüche der Mittelfußknochen mitunter eine Operation.

Beschwerden
Es treten Schmerzen im Bereich des Mittelfußes und der Zehen, Schwellungen und Blutergüsse auf. Ein Abrollen des Fußes ist bei einer Mittelfußfraktur oft nicht mehr möglich. Nicht immer wird der Bruch von Schmerzen begleitet, sondern äußert sich auch erst im Falle einer Belastung.

Behandlung | Konservative Methode
Einige Brüche, wie die der großen Zehe, werden häufig (z.B. mit einem Spezialschuh) behandelt, der den verletzten Bereich für einige Wochen ruhig stellt. Dagegen heilen Brüche an den restlichen Zehen auch ohne spezielle Behandlung innerhalb weniger Wochen. Einzelne, unkomplizierte Mittelfußbrüche können ebenfalls durch Gipsschuh oder Unterschenkelgips ruhig gestellt werden.

Behandlung | Operative Methode
Brüche der randständigen Mittelfußknochen verschieben sich dagegen häufig. Sie erfordern deshalb häufiger eine operative Behandlung mittels Platten und Schrauben oder mit Drähten. Das Gleiche gilt für stärker verschobene Brüche an den übrigen Mittelfußknochen, insbesondere den körperfernen Mittelfußknochenköpfchen, die an die Zehen angrenzen.

Das Sprunggelenk ist das Verbindungsgelenk zwischen Unterschenkel und Fuß. Man unterscheidet das obere Sprunggelenk (OSG) und das untere Sprunggelenk (USG). Das Sprunggelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers, da es bei jedem Schritt die gesamte Körperlast tragen und auf den Boden umsetzen muss. Durch diese hohe Belastung, die zylinderförmige Anatomie sowie die unterschiedliche Ausbildung von Bandverbindungen, ergeben sich vielfältige Verletzungsmöglichkeiten, die vor allem die Bänder, aber auch die Knochen betreffen.

Ursachen der Verletzung
Die Verletzung des oberen Sprunggelenks gehört zu den häufigsten Sportverletzungen. Beim Umknicken des Fußes werden, je nach Art des Unfalls, unterschiedliche Bandstrukturen gedehnt und das Gelenk wird dadurch gelockert. In diesem Zusammenhang können die Bänder bei zu starker Dehnung reißen und es kann gleichzeitig zu einem Knöchelbruch oder zu Absprengungen von knöchernen Anteilen kommen.

Sekundäre Arthroseng
Im Sprunggelenk entwickeln sich, ohne eine vorausgegangene Verletzung, im Vergleich zu anderen Gelenken seltener Abnutzungserscheinungen (Arthrosen). Die meisten Arthrosen des Sprunggelenks sind somit sekundäre Arthrosen, also Spätfolgen schwerer oder unzureichend behandelter Verletzungen.

Behandlung | Operative Methode
Die Behandlungsmöglichkeiten sind jedoch noch eingeschränkt, vor allem, weil das Gelenk sehr eng geformt ist. Ein Arthroskop lässt sich im Rahmen einer Gelenkspiegelung daher nicht so leicht einführen, wie beispielsweise bei dem Kniegelenk.

Der Knorpel bedeckt im Oberen Sprunggelenk die Oberflächen des Schienbeins (Tibia), Wadenbeins (Fibula) und des Sprungbeins (Talus) und hat dort zahlreiche Aufgaben. Das Knorpelgewebe im Sprunggelenk dient der Stossdämpfung während des Gehens oder Laufens. Außerdem ermöglicht das Gewebe ein reibungsarmes Gleiten der Gelenkpartner.

Ursachen
Knorpelschäden können durch eine einmalige Verletzung, z.B. durch Umknicken, entstehen. Häufiger ist ein Knorpelschaden als eine Folge wiederholter geringerer Krafteinwirkungen. Mechanismen einer Gewebeheilung sind bei Erwachsenen im Knorpelgewebe ungenügend ausgeprägt, so dass Knorpelschäden dauerhaft bleiben oder sogar noch fortschreiten können. Die Folge sind belastungsabhängige Schmerzen sowie eine Gelenkschwellung.

Bei dem Verdacht auf einen Knorpelschaden wird in der MANUS KLINIK nach entsprechender Diagnostik eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt.

Behandlung | Diagnosestellung
Vor der Gelenkspiegelung erfolgen neben einem umfassenden Patientengespräch die körperliche Untersuchung sowie Röntgenaufnahmen. Eine Kernspintomograhie (MRT) kann zusätzliche Informationen liefern.

Behandlung | Operative Methode
Während der Arthroskopie kann der gesamte Knorpelüberzug des Gelenks inspiziert werden. Zum Teil ist es wegen der Enge des oberen Sprunggelenks schwierig, die hinteren Anteile einzusehen. Wird hier ein Schaden vermutet, so muss das Arthroskop von hinten eingesetzt werden. Zusätzlich erfolgt die Tastuntersuchung mithilfe eines Tasthakens. Finden sich bei oberflächlichen Knorpeldefekten instabile Knorpelanteile, welche in das Gelenk hinein ragen, so werden diese mit einer Fräse geglättet.

Findet sich ein Knorpeldefekt, so wird dieser zunächst für die Wahl der Therapie einem bestimmten Stadium zugeordnet (Klassifikation nach Outerbridge). Die Beurteilung erfolgt hierfür nach seiner Lage, Ausdehnung und Tiefe der Knorpelbeschädigung.

Oberflächliche Knorpeldefekte verursachen in der Regel kaum Beschwerden und werden daher nicht therapiert. Sind sie tiefer und liegen in den Belastungszonen des Gelenks, so können im Rahmen einer so genannten Mikrofrakturierung behandelt werden. Bei größeren Defekten empfehlen wir die Durchführung einer Knorpelzelltransplantation oder einer Knorpel-Knochen-Transplantation (siehe Knochen-Knorpel-Schaden). Diese Eingriffe erfolgen nicht über eine Arthroskopie, sondern in Form eines offenen Operationsverfahrens. Dieser Eingriff wird entweder ambulant in der MANUS KLINIK oder stationär in einem der kooperierenden Krankenhäuser durchgeführt.

Im Gegensatz zum Kniegelenk sind die Ergebnisse dieser Techniken am Sprunggelenk aufgrund der besonderen anatomischen Gegebenheiten weniger erfolgreich. In der Regel muss, je nach Lage der beschädigten Region, der Innen- oder der Außenknöchel für die Operation durchtrennt werden, um den Defekt zu erreichen.

Eine chronische Instabilität des Gelenks kann nicht während einer Arthroskopie behandelt werden. Es bedarf intensiver Krankengymnastik und gegebenenfalls einer stabilisierenden, offenen Operation.

Bei einem Knochen-Knorpel-Schaden (Osteochondrosis dissecans - OCD) liegt die Ursache für einen Knorpelschaden in einer Stoffwechselstörung. Diese Erkrankung betrifft den Knochen unmittelbar unterhalb des Knorpels und kann sowohl ohne Beschwerden – als auch mit Schmerzen und Schwellungen verlaufen. Löst sich das Knochen-Knorpel-Stück aus seiner Umgebung ab, so kann es zu so genannten Einklemmungserscheinungen mit stechenden Schmerzen kommen.

Behandlung | Diagnosestellung
In vielen Fällen kann die Stoffwechselstörung des Knochens frühzeitig, noch vor Entstehung eines Knorpeldefekts, durch eine Kernspintomographie (MRT) erkannt werden. Diese muss mit der Gabe eines Kontrastmittels erfolgen, um die Durchblutung des Knochenbezirks zu beurteilen. Findet sich im Rahmen einer Arthroskopie noch intakter Knorpel, so kann die Durchblutung des Knochens durch eine Knochenbohrung von der Gelenkaußenseite angeregt werden. Durch dieses Verfahren kann die Erkrankung ausheilen. Ist bereits ein Knorpelschaden vorhanden, so wird auch dieser mit Hilfe einer Mikrofrakturierung behandelt.

Behandlung | Operative Mikrofrakturierung
Hierbei wird der Knochen am Boden des Knorpeldefekts nach der Glättung des beschädigten Randes mit einem so genannten Spitzmeißel punktförmig eröffnet. Aus den Knochenöffnungen blutet es in den Knorpeldefekt ein, bis dieser mit einem Blutpfropf ausgefüllt ist. Mit dem Blut gelangen so genannte Stammzellen in den betroffenen Bezirk. Diese sind in der Lage, eine Gewebeheilung durch die Bildung eines Ersatzknorpels anzuregen. Dieser unterscheidet sich jedoch sowohl mechanisch als auch in Bezug auf seine Struktur von dem ursprünglichen Gelenkknorpel. Bei kleinen Knorpeldefekten reicht dieses Ersatzgewebe jedoch zumeist aus, um die Beschwerden zu verringern.

Um die Ersatzknorpelbildung zu unterstützen, sollten Sie nach einer Mikrofrakturierung – in Abhängigkeit vom Ort des Defekts – für sechs Wochen das Bein nur mit geringem Gewicht aufsetzen. Die Bewegung des Sprunggelenks ist hingegen gewünscht und fördert die Knorpelneubildung. Wir verwenden in der MANUS KLINIK dafür eine motorbetriebene Schiene (continues passive motion, CPM), in der das Sprunggelenk mehrere Stunden täglich bewegt wird.

Bei chronischen, belastungsabhängigen Schmerzen im Sprunggelenk nach einer Umknickverletzung besteht - neben der Gefahr eines Knorpelschadens- auch die Möglichkeit eines so genannten Einklemmungssyndroms. Beim Einklemmungssyndrom (Impingementsyndrom) wird zwischen einem Weichteilimpingement und einem knöchernen Impingement unterschieden.

Weichteilimpingement
Liegen dem Impingement Vernarbungen, eingeschlagene Kapselbandanteile oder eine Verdickung der Schleimhaut (Synovialis) zugrunde, so kann es zu Einklemmungserscheinungen mit stechenden Schmerzen kommen.

Behandlung | Operative Methode
Gelegentlich zeigt sich während der Arthroskopie eine so genannte Weichteilplatte (Meniskoidsyndrom) oder eine Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovitis). Die einklemmenden Weichteilstrukturen werden während einer Arthroskopie entfernt.

Knöchernes Impingement
Diese Erkrankung tritt oftmals bei Fußballern auf und wird daher auch als Fußballersprunggelenk bezeichnet. Es finden sich knöcherne Ausziehungen an der vorderen Schienbeinkante gegenüber dem Hals des Sprungbeins. Insbesondere bei Anheben des Fußes oder zum Ende einer Abrollbewegung können diese zur Einklemmung führen.

Beschwerden
Häufig beklagen die Patienten Schmerzen beim Treppensteigen.

Behandlung | Operative Methode
Während eines arthroskopischen Eingriffs werden die knöchernen Ausziehungen mit einer mechanischen Fräse oder einem kleinen Meißel entfernt.

Bei der Srunggelenkspiegelung (Arthroskopie) handelt es sich um eine schonende Operation, bei der durch kleine Hautschnitte eine Kamera und entsprechende Instrumente in das Sprunggelenk eingeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Gelenken wird die Arthroskopie des oberen und unteren Sprunggelenks (OSG und USG) nur selten nach akuten Verletzungen eingesetzt. Verletzungen am Sprunggelenk betreffen in der Regel den Kapsel-Bandapparat und können normalerweise durch eine konservative Therapie problemlos ausheilen. Das obere und untere Sprunggelenk besitzen zudem keine Menisken oder Kreuzbänder.

Behandlung | Diagnosestellung
Vor der Gelenkspiegelung erfolgen neben einem umfassenden Patientengespräch die körperliche Untersuchung sowie Röntgenaufnahmen. Eine Kernspintomograhie (MRT) kann zusätzliche Informationen liefern.

Behandlung | Operative Methode
Eine arthroskopische Operation wird daher zumeist bei chronischen Beschwerden wie z.B. einem begrenzten Knorpelschaden, dem Knochen-Knorpelschaden (Osteochondrosis dissecans) oder dem so genannten Einklemmungssysndrom, durchgeführt. Zunächst wird am Oberschenkel eine Blutleerenmanschette platziert, um die Sichtverhältnisse während der Operation zu verbessern. Über einen kleinen Schnitt an der Außenseite des Sprunggelenks wird das so genannte Arthroskop eingeführt. Dies besteht aus einem optischen System von Linsen, einer Lichtquelle und meist einer Spül- und Absaugvorrichtung. Die Arbeitsgeräte werden von der Sprunggelenkinnenseite eingesetzt. Für Schäden im hinteren Gelenkabschnitt werden hintere Zugänge gewählt. Bei der Anlage der Zugänge müssen die Strukturen geschützt werden, die über das Sprunggelenk hinweg zum Fuß verlaufen (Sehnen, Gefäße und Nerven). Da der Gelenkraum des Sprunggelenks sehr eng ist, wird dieser über Zug am Rückfuß durch einen Assistenten während der Operation erweitert.

FACHBEREICHE


Fachbegriffe


  • Arthrodese
  • Arthrose
  • Arthrose des Großzehengrundgelenkes
  • Arthroskopie
  • Ballen(groß)zehe
  • Begrenzter Knorpelschaden Sprunggelenk
  • Cheilektomie
  • Eingewachsene Nägel
  • Einklemmungssyndrom am Sprunggelenk
  • Fersenschmerz
  • Fußballersprunggelenk
  • Hammer- und Krallenzehen
  • Hallux rigidus
  • Hallux valgus
  • Impingementsyndrom am Sprunggelenk
  • Knochen-Knorpel-Schaden
  • Knochenbruch
  • Metatarsalgie
  • Mikrofrakturierung
  • Mittelfußschmerz
  • Morton Neurom
  • Nervenengpassysndrom
  • Nervenverdickung
  • Osteochondrosis dissecans
  • Operation nach Keller-Brandes
  • Prothese
  • Schneiderballen
  • Spiegelung des Sprunggelenkes
  • Sportverletzungen am Fuß
  • Sprunggelenk
  • Stoffella Hallux valgus Operation
  • Versteifung) des Gelenkes