GEFÄSSE. CHIRURGIE. BEHANDLUNGSFELDER.


Alle operativen Behandlungen der Blutgefäße fallen unter das Fachgebiet der Gefäßchirurgie. Wir verfügen bei uns in der MANUS KLINIK über eine langjährige Erfahrung und ein umfassendes medizinisches Fachwissen in diesem Bereich. Das Herzstück unserer gefäßchirurgischen Abteilung bildet das moderne Gefäßlabor.

Es werden alle gängigen nicht-invasiven Untersuchungsmethoden angeboten:

  • Doppler- und Duplexsonographie (Ultraschallfarbuntersuchung) zur Untersuchung der Durchlässigkeit der Gefäße
  • Lichtreflexionsrheographie zur Untersuchung und Funktionsbeurteilung des Venensystems mit Infrarotlicht
  • D-Dimer-Test, ein Blut-Schnelltest zur Diagnose von Thrombosen

Sollten weitergehende Untersuchungen wie eine Computertomographie, Kernspinuntersuchung (MRT) oder eine Angiographie (bildgebende Darstellung der Gefäße mit Kontrastmittel) erforderlich sein, so stehen uns Kooperationspartner zur Verfügung, bei denen diese Untersuchungen dank kurzfristiger Terminvergabe zeitnah erfolgen können. Das ambulante Operationsspektrum der MANUS KLINIK ist vielseitig. Es umfasst:

  • Eingriffe am venösen System wie Krampfaderoperationen
  • Sklerosierungstherapie bei Krampfadern und Besenreisern
  • Katheteranlagen zur Chemotherapie (Portimplantationen) und Blutwäsche (Dialyse) bei chronischem Nierenversagen
  • Shuntanlagen zur Blutwäsche (Dialyse) bei chronischem Nierenversagen
  • Entfernungen von Katheter- und Portsystemen nach abgeschlossener Therapie

Des Weiteren gehört zu unserem Leistungsspektrum auch die konservative Therapie von Durchblutungsstörungen (Infusionstherapie) sowie einen Gefäßcheck, mit Bestimmung der so genannten freien schmerzfreien Gehstrecke bei Durchblutungsstörungen der Beine (pAVK).

Die Schlagadern (Arterien) leiten das nährstoffreiche, von der Lunge mit Sauerstoff angereicherte Blut in die Organe und Gewebe. Bei zunehmender Einengung der Schlagadern durch Einlagerung von Fett oder Kalk werden Organe bzw. die Extremitäten (Arme, Beine) nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Es treten die so genannten Durchblutungsstörungen mit Ihren Krankheitssymptomen auf. Hierbei werden Fette und Kalk in der Gefäßwand eingelagert und das Gefäß wird allmählich verschlossen. Dies ist ein schleichender Prozess. Blutgerinnsel, die an solchen Verkalkungen entstehen, können einen plötzlichen Gefäßverschluss hervorrufen.

Nach heutigem Wissen ist eine fortgeschrittene Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) nicht mehr rückgängig zu machen. Die Erkrankung ist unheilbar. Aber es ist möglich, ihre Weiterentwicklung erheblich zu verlangsamen oder sogar gänzlich zu stoppen. Von entscheidender Bedeutung ist das konsequente Ausschalten der Risikofaktoren mit ihren schädigenden Einflüssen.

Zu den unbeeinflussbaren Risikofaktoren gehören:

  • Alter
  • männliches Geschlecht (Androtropie)
  • genetische Veranlagung
  • Strömungsabriss an Gefäßverzweigungen

Risikofaktoren, deren Korrektur die Prognose nachweislich begünstigt:

  • Rauchen
  • erhöhtes LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein)
  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)

Risikofaktoren, deren Korrektur die Prognose wahrscheinlich begünstigt:

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • erhöhte Triglyceride
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Chronisches Nierenversagen
  • Gicht
  • Stress

Suchen Sie regelmäßig Ihren Hausarzt auf. Lassen Sie Blutdruck, Blutzucker, Fett- und Harnsäurewerte regelmäßig kontrollieren. Es ist heute zweifelsfrei erwiesen, dass das Rauchen einer der aggressivsten Faktoren für die Entstehung einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) ist. Insbesondere, wenn die Durchblutungsstörung noch nicht so weit fortgeschritten ist, kann regelmäßiges, konsequentes und intensives Gehtraining mehr bewirken als manches Medikament.

Achten Sie auf vernünftige, vielseitige und fettarme Ernährung. Außerdem sollten Sie stets ausreichende Mengen trinken, mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit täglich. Aufgrund der schwerwiegenden Folgen (Raucherbein, drohende Amputation, Schlaganfall, Herzinfarkt) ist es wichtig, Gefäßkrankheiten vorzubeugen, sie so früh wie möglich zu erkennen und gezielt von Ihrem Gefäßchirurgen behandeln zu lassen.

Durchblutungsstörungen sind die Folge einer fortschreitenden Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Dabei wird die Halsschlagader (Carotis) im Bereich ihrer Gabelung durch kalk- und fetthaltige Gefäßwandeinlagerungen eingeengt (Carotisstenose). An den Verengungsstellen (Stenose) können sich Blutgerinnsel bilden, die zu einem Verschluss der Halsschlagader führen oder zusammen mit abgelösten Plaqueteilchen kleinste Gefäßabschnitte im Gehirn verstopfen. Schlaganfall und Herzinfarkt sind die bekanntesten Folgen einer Durchblutungsstörung, denn empfindliche Organe wie Herz und Gehirn benötigen viel Sauerstoff.

Verschiedene Risikofaktoren begünstigen die Verengung der Carotis:
Zu den unbeeinflussbaren Risikofaktoren gehören:

  • Alter
  • männliches Geschlecht (Androtropie)
  • genetische Veranlagung
  • Strömungsabriss an Gefäßverzweigungen

Risikofaktoren, deren Korrektur die Prognose nachweislich begünstigt:

  • Rauchen
  • erhöhtes LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein)
  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)

Risikofaktoren, deren Korrektur die Prognose wahrscheinlich begünstigt:

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • erhöhte Triglyceride
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • chronisches Nierenversagen
  • Gicht
  • Stress

Schlaganfall
Jährlich erleiden mehr als 250.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall (Apoplex). Darüber hinaus leiden mehr als eine Million Menschen unter den körperlichen und geistigen Folgeschäden.

Ursachen
Ein Schlaganfall ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Hierbei kommt es zu einer dauerhaften Schädigung des – auf Sauerstoffmangel sehr empfindlich reagierenden – Gehirngewebes. 80 Prozent aller Schlaganfälle sind durch den plötzlichen Verschluss eines Gefäßes im Gehirn (Hirninfarkt) bedingt. Eine weitere Ursache ist eine Blutung in das Gehirngewebe, ausgelöst durch das Platzen eines Blutgefäßes. Gründe hierfür sind z.B. ein stark erhöhter Blutdruck oder die angeborene Missbildung eines Gefäßes (Aneurysma). Eine Hirnblutung ist für 20 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich.

Beschwerden
Durchblutungsstörungen des Gehirns äußern sich durch verschiedene Symptome. Hierbei können Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungen an Armen und Beinen auftreten. Diese Beschwerden bilden sich nach Minuten oder Stunden wieder zurück. Auch vorübergehende Doppelbilder, plötzlich heftige Kopfschmerzen und Schwindelanfälle gehören zu den Warnsymptomen. Diese Alarmsignale bedürfen einer dringenden ärztlichen Abklärung.

Behandlung | Diagnosestellung
Beim Auftreten der genannten Beschwerden ist eine Untersuchung der Halsschlagader (Arteria carotis interna) dringend erforderlich. Des Weiteren sollte eine gründliche körperliche Untersuchung durchgeführt werden, wobei vor allem ein erhöhter Blutdruck und ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ausgeschlossen werden sollte. Zum Ausschluss von Herzrhythmusstörungen und anderen Herzerkrankungen ist ein EKG und eine Ultraschalluntersuchung (Echokardiogramm) des Herzens notwendig.

Die Diagnose einer verengten Halsschlagader selbst erfolgt durch Ultraschall. Hierbei können gefährliche Verkalkungen und dadurch bedingte Engstellen (Stenosen) der Halsschlagader beurteilt werden. Gegebenenfalls muss eine zusätzliche Röntgendarstellung oder Kernspinuntersuchung der Halsschlagadern vorgenommen werden.

Wenn eine höhergradige Stenose der Halsschlagader vorliegt und Symptome einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirnes festgestellt werden, sollte eine Operation an der Halsschlagader durchgeführt werden. Ansonsten droht ein Schlaganfall in den nächsten Wochen oder Monaten. Wir führen diesen Eingriff in unserer Kooperationsklinik durch. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik beträgt nur wenige Tage.

Behandlung | Operative Methode
Zur Vorbeugung eines Schlaganfalls ist eine Operation an der Halsschlagader nach dem Auftreten erster Warnsymptome nötig. Bei vorliegenden Herzrhythmusstörungen oder Blutgerinnseln an der Herzinnenwand wird eine medikamentöse Blutverdünnung notwendig sein, um der Gefahr eines vollständigen Gefäßverschlusses (Embolie), welcher ebenfalls zu einem Schlaganfall führt, vorzubeugen.

Die Operation an der Halsschlagader findet unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose statt. Die Arterie wird über einen kleinen Schnitt am Hals freigelegt und die Engstelle anschließend ausgeschält. Je nach Befund wird ein kleiner Erweiterungsflicken (Patchplastik) eingenäht oder die Halsschlagader direkt durch eine Naht verschlossen. Während der Operation kann die Gehirndurchblutung über bestimmte Messungen kontrolliert werden, um Durchblutungsstörungen des Gehirnes während der Operation rechtzeitig zu erkennen. Insgesamt handelt es sich um einen komplikationsarmen Eingriff, der Patienten vor den schlimmen Folgen eines Schlaganfalles bewahren kann. Alternativ gibt es die Möglichkeit eines minimalinvasiven Eingriffs mittels Aufdehnung der Engstelle durch einen Ballonkatheter und die Einpflanzung eines Gittergeflechtes (Stent) im Bereich der Engstelle der Halsschlagader.

Behandlung | Weiterführend
Grundsätzlich sind alle anderen Erkrankungen und Risiken für eine Arterienverkalkung (Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette, erhöhtes Körpergewicht) abzubauen oder medikamentös zu behandeln. Dies sollte in Zusammenarbeit mit Ihrem behandelnden Arzt erfolgen.

Durchblutungsstörungen der Beine und Arme machen sich besonders in Situationen bemerkbar, die für den Körper Arbeit und Anstrengung bedeuten. Sind die Arm- und Beinmuskeln unterversorgt, entstehen krampfähnliche Schmerzen. Erst bei lange andauernden und ausgeprägten Durchblutungsstörungen der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit pAVK) entstehen bleibende Schäden am Gewebe (Zelluntergang durch Minderdurchblutung, Gangän / Nekrosen / Raucherbein). Jeder dritte Einwohner Deutschlands im Alter von über vierzig Jahren hat Durchblutungsstörungen. Treten diese an den Beinen auf, so spricht man von der Schaufensterkrankheit oder pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit). Die Erkrankung ist – je nach Ausprägung – in vier Stadien eingeteilt.

Beschwerden und Stadien
Im Frühstadium (Stadium I) ist die Engstelle (Stenose) im Gefäß so gering, dass sie keine Beschwerden verursacht. Die Erkrankung wird meistens zufällig entdeckt, z.B. bei einem Gefäßcheck. Es fehlt der Gefäßcheck!!!!!

Im Stadium II verspürt der Patient nach einer unterschiedlich langen Gehstrecke belastungsabhängige Schmerzen. Häufig treten diese in der Wade auf, aber auch im Oberschenkel, im Hüft- oder Gesäßbereich sowie im Fuß. Der verminderte Gefäßdurchmesser reduziert den Blutfluss, der dann unter Belastung nicht mehr ausreicht, um die Beinmuskulatur ausreichend zu durchbluten. Der Patient beginnt zu hinken und muss schließlich schmerzbedingt stehenbleiben. Nach einer gewissen Erholungsphase (z.B. nach der Betrachtung eines Schaufensters) kann er dann weitergehen.

Im Stadium III verschlechtert sich die Durchblutung weiter. Die Schmerzen treten bereits im Ruhezustand auf, besonders wenn das Bein ausgestreckt liegt (nächtlicher oder ständiger Ruheschmerz). Meistens wird nachts auch die Bettdecke auf dem Bein nicht mehr ertragen. Das Bein wird dann oft aus dem Bett gehängt, was zu einer Linderung der Beschwerden führt.

Im Stadium IV führt die Durchblutungsstörung zu einem Absterben des Gewebes, meist an den Zehen, den Knöcheln oder der Ferse. Wunden heilen nicht mehr ab, sondern werden stattdessen immer größer. Ab dem Stadium III und IV besteht unmittelbare Amputationsgefahr.

Typische Zeichen der Durchblutungsstörung in den Beinen sind schwache oder fehlende Pulse über den Beinschlagadern. Neben einer genauen Befragung (Anamnese) und einer körperlichen Untersuchung des Patienten, kann die pAVK durch verschiedene Diagnoseverfahren erkannt werden.

Behandlung | Diagnosestellung
Viele Engstellen oder Verschlüsse können bereits mit einer Ultraschalluntersuchung (Doppler/Duplexsonographie) erkannt und lokalisiert werden. Weitere diagnostische Methoden sind die Röntgen-Kontrastmitteluntersuchung (DAS oder Angiographie), Computertomographie sowie die Kernspintomographie (Magnetresonanzangiographie). Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe an Untersuchungsmethoden, wie z.B. die Messung des Sauerstoffdruckes im Gewebe oder die Betrachtung der Haargefäße im Nagelbett (feinste Ausläufer der Arterien und Venen) unter dem Mikroskop, welche bei speziellen Fragestellungen eingesetzt werden.

Behandlung | Konservative Methoden
Ist der Blutstrom nur in geringem Maße eingeschränkt, so bestehen keine oder nur geringe Beschwerden und es sind noch ausreichend körpereigene Umgehungskreisläufe vorhanden. Ein kontrolliertes Gehtraining kann die Durchblutungssituation verbessern und Beschwerden verringern. Fragen sie vorher Ihren Arzt, ob nicht Erkrankungen des Herzens oder der Bewegungsorgane ein Training verbieten. Sie können z.B. auch Zehenstandübungen und Kniebeugen durchführen oder Radfahren. Bleiben Sie mobil!

Der erste Schritt in der konservativen Behandlung der pAVK ist das Ausschalten der Risikofaktoren, wie der Verzicht auf Nikotin, die medikamentöse Einstellung des Bluthochdrucks und des Diabetes mellitus sowie die Senkung des Cholesterins. Die konservative Therapie bei pAVK erfolgt mit Medikamenten, die bei Durchblutungsstörungen helfen können. Dies sind Präparate, die die Blutverklumpung hemmen (z.B. so genannte Thrombozytenfunktionshemmer, wie z.B. Acetylsalicylsäure). Über den Einsatz solcher Medikamente berät Sie Ihr behandelnder Arzt.

Behandlung | Operative Methoden
Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten eine pAVK zu behandeln, wie z.B. die Gefäßaufdehnung, Kalkausschälung und Erweiterungsplastik, Bypassanlage.

Gefäßaufdehnung mittels Ballonkatheter
Eine Gefäßaufdehnung mittels Ballondilatation (PTA, Stent) ist ein Verfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung von verengten oder verschlossenen Blutgefäßen. Sie ist am besten bei kurzstreckigen Engstellen im Bereich der Becken und Oberschenkelschlagadern geeignet. Ballonkatheter werden fast immer von der Leiste aus über einen Führungsdraht und Führungskatheter in der Engstelle platziert und mit Druck aufgeblasen. Die Engstelle wird so meist beseitigt und eine Operation vermieden. Zusätzlich werden häufig so genannte Stents implantiert. Dies sind Drahtgeflechte, die das Gefäß von innen schienen und offen halten sollen.

Kalkausschälung und Erweiterungsplastik
Kurzstreckige Engstellen oder Verschlüsse, die für eine Gefäßaufdehnung nicht in Frage kommen, werden operativ durch Kalkausschälung und Erweiterungsplastik (Erweiterungsflicken) der Gefäße korrigiert. Dabei wird das Gefäß kurzzeitig abgeklemmt und eröffnet. Die Ablagerungen, Blutgerinnsel und Teile der erkrankten Gefäßwand werden entfernt und das Gefäß anschließend wieder verschlossen.

Bypassanlage bei pAVK
Der Bypass stellt die Therapie bei langstreckigen Veränderungen im Gefäß dar. Bei einer Bypassoperation entnimmt man eine körpereigene Vene und nutzt sie zur Überbrückung der Engstelle. In Gefäß-Bypass-Operationen werden zumeist künstliche Gefäßprothesen aber auch Venen als körpereigenes Material verwendet.

Unter einem Aneurysma versteht man die Erweiterung einer Schlagader (Arterie). Diese Erweiterung kann an allen Körperregionen auftreten, am häufigsten ist jedoch die Bauchschlagader betroffen. Die hauptsächliche Gefahr einer Bauchaortenaneurysma (kurz: BAA) besteht darin, dass ein Aneurysma plötzlich platzen kann und es zu einer lebensgefährlichen inneren Blutung kommt. Weitere Risiken sind z.B. eine Blutgerinnselbildung im Aneurysma selbst, welche mit dem Blutstrom ausgeschwemmt wird und zu Verschlüssen der Beinschlagadern führen kann.

Ursachen
Die meisten Aneurysmen werden durch Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) hervorgerufen. Männer sind hiervon häufiger betroffen als Frauen. Einer von hundert Männern über 65 Jahren ist an einem Bauchaortenaneurysma erkrankt. Darüber hinaus spielt Bluthochdruck eine Rolle und eine erbliche Veranlagung wird beobachtet.

Beschwerden
Ein Bauchaortenaneurysma wird von den Patienten meistens nicht bemerkt. Durch Größenzunahme können vor allem Rückenschmerzen auftreten, die häufig zu Fehldiagnosen, wie Wirbelsäulenleiden oder Nierenerkrankungen, führen. In den Fällen, in denen ein Bauchaortenaneurysma platzt, wird vom Patienten ein unerträglicher Bauchschmerz mit Ausstrahlung in den Rücken, Übelkeit und Brechreiz verspürt. Dieser Zustand ist lebensbedrohliche und der Notarzt muss unbedingt gerufen werden. Häufig werden Aneurysmen zufällig aufgrund anderer diagnostischer Maßnahmen (Ultraschalluntersuchung bei Bauchbeschwerden, Gallenkolik u. ä.) entdeckt.

Behandlung | Diagnosestellung
Die Diagnose wird durch eine körperliche Untersuchung und mittels Ultraschall gestellt. Während des Abtastens des Bauches kann die pulsierende Gefäßerweiterung ertastet werden (so genannter pulsierender Tumor). Zusätzlich sollte eine Computertomographie veranlasst werden sowie eventuell eine Gefäßdarstellung der Becken-Beinachse (so genannte Arteriographie). Zur weiteren Abklärung müssen begleitende Risiken (Herzkreislaufsystem, Lunge, Nieren) berücksichtigt werden. Da die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) das gesamte Gefäßsystem betrifft, wird nach zusätzlichen Arterienveränderungen im Bereich der Halsschlagader (Carotis) der Herzkranzgefäße und der Beinarterien Ausschau gehalten.

Behandlung | Operative Methode
Ab einem Durchmesser von 5 cm des Aneurysmas steigt die Gefahr des Platzens durch einen Gefäßwandeinriss erheblich an. Ein Grund zur Operation kann jedoch auch bei kleineren Erweiterungen von Schlagadern Aneurysmen gegeben sein.

Behandlung | Kontrolle
Ist bereits eine kleine Erweiterung einer Schlagader bekannt, so kann diese durch regelmäßiges Kontrollieren im Auge behalten und Komplikationen verhindert werden. Bei einem Screening wird der Bauch abgetastet und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese Untersuchung ist schmerzfrei und komplikationslos; eine Strahlenbelastung findet nicht statt. Bei bekannten kleineren Aneurysmen (<5cm Durchmesser) sollte diese Untersuchung mindestens einmal im Jahr stattfinden. Bei plötzlicher Größenzunahme erfolgen weiterführende Untersuchungen und gegebenenfalls die Operation.

Die sichtbaren blauen Adern (Venen) transportieren das sauerstoffarme Blut aus den Organen und Muskeln zurück zu Herz und Lunge. Dort wird das Blut wieder mit Sauerstoff angereichert und gelangt zurück in den Körperkreislauf. Arbeiten die Venen nicht ordnungsgemäß – und ist der Rücktransport des Blutes gestört - so spricht man von einer venösen Insuffizienz. Die chronische venöse Insuffizienz (CVI), auch venöses Stauungssyndrom oder chronische Veneninsuffizienz genannt, beruht auf einer Durchblutungsstörung der kleinsten Blutgefäße (so genannte Mikrozirkulationsstörung) infolge einer Abflussbehinderung in den Venen. Folgen sind schwere Venen- und Hautveränderungen bis hin zur Bildung eines Geschwürs (offenes Bein).
Die Erkrankung wird durch verschiedene Risikofaktoren und Grunderkrankungen beeinflusst und tritt bei Frauen doppelt so häufig auf wie bei Männern.

Risikofaktoren und Grunderkrankungen
Risikofaktoren sind ein hohes Lebensalter, Fettleibigkeit und bereits aufgetretene tiefe Beinvenenthrombosen und Venenentzündungen. Grunderkrankungen, die eine chronische venöse Insuffizienz verursachen können, sind Krampfadern (Varikosis), tiefe Beinvenenthrombosen (eine CVI als so genanntes postthrombotisches Spätsyndrom), angeborene Fehlverbindungen zwischen Venen- und Schlagadern (so genannte AV-Fistel) und angeborene Defekte der Venenklappen (Angiodysplasien).
Zur Beurteilung der Hautveränderungen der Patienten und zur Festlegung einer geeigneten Therapie wird die CVI in drei Stadien eingeteilt.

Stadien der CVI
Stufe 1

  • sich zurückbildende (reversible) Ödeme
  • dunkelblaue Hautvenenveränderung am inneren und äußeren Fußrand (Coronaphlebectatica),
  • Bildung von Kölbchenvenen um das Sprunggelenk herum

Stufe 2

  • Bleibende (persistierende) Ödeme, Eisenablagerung (Hämosiderose) in der Haut mit bleibender rot-braun-violetter (Purpura) Verfärbung
  • Verhärtung und Entfärbung der Haut (Dermatosklerose / Lipodermatosklerose)
  • Stauungsekzem mit Hautjucken

Stufe 3

  • Bildung eines Geschwürs/offenes Bein (Ulcus cruris)

Meistens reichen die beschriebenen Hautveränderungen schon zur Diagnose aus. Dennoch ist es in manchen Fällen wichtig, eine weitreichendere Diagnostik auszuführen.

Behandlung | Diagnosestellung
Zunächst erfolgen ein umfangreiches Gespräch (Anamnese) mit dem Patienten sowie eine gründliche körperliche Untersuchung. Des Weiteren werden eine Ultraschalluntersuchung (Farbduplexsonographie) sowie eine Untersuchung der Durchlässigkeit der Gefäße – auch der Schlagadern (mittels Dopplersonografie) durchgeführt, da evtl. eine anschließende Kompressionsbehandlung erfolgt. Dafür muss eine arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ausgeschlossen werden. Nur in seltenen Fällen ist heute noch eine Kontrastmitteluntersuchung (Pressphlebographie) erforderlich.

Die Therapie der chronischen venösen Insuffizienz erfolgt konservativ. Sind Krampfadern die Ursache für die Erkrankung, so ist ein operatives Vorgehen indiziert.

Behandlung | Konservative Methode
In erster Linie erfolgt eine Kompressionstherapie mittels individuell angepasster Strümpfe einer entsprechenden Kompressionsklasse oder eines Kompressionsverbandes. Bewegung ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Als Faustregel gilt: „Liegen und laufen ist besser als sitzen und stehen“. Es besteht auch die Möglichkeit einer apparativen intermittierenden Kompressionsbehandlung (AIK). Bei der AIK werden spezielle Manschetten eingesetzt, die sich von den Füßen beginnend innerhalb weniger Minuten mit Luft aufblasen und automatisch den Druck wieder ablassen. So wird das Gewebewasser aus den Beinen gepresst. Diese wird, falls nötig, von Ihrem Arzt verordnet.

Eine Kompressionstherapie kann nicht durchgeführt werden bei einer arteriellen Durchblutungsstörung, einer Herzmuskelschwäche, einem Herzinfarkt oder einem Lungenödem. Ebenso schließen Nervenstörungen, die das Schmerzempfinden vermindern, stark nässende Hauterkrankungen oder eine bakterielle Infektion der oberen Hautschichten (Wundrose) eine Kompressionsbehandlung aus.

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Leiden. Eine Krampfader (Varize) ist eine erweiterte und in ihrer Funktion gestörte Vene. Der Begriff Krampfader (Varikosis) stammt von dem mittelhochdeutschen Begriff „Krummadern“, das heißt krumme, geschlängelte Ader. Eine wesentliche Ursache für dieses Krankheitsbild ist eine ererbte Bindegewebsschwäche mit Schwächung der Venenwand und der Venenklappen (Rückschlagventile). Dadurch kommt es zu einem gestörten Rückfluss des Blutes in die oberflächlichen und tiefen Beinvenen.

Ursachen
Gefördert wird dieses Leiden vor allem durch Übergewicht, langes Stehen im Beruf, Schwangerschaft und Bewegungsarmut. Im Alter zwischen 25 und 75 Jahren weist jeder zweite Europäer Krampfadern auf.

Beschwerden
Krampfadern selbst verursachen keine Beschwerden oder gar Schmerzen. Krampfadern können jedoch durch die mit ihr verbundene venöse Zirkulationsstörung (Rezirkulationskreisläufe) eine Beinschwellung bewirken, die sich durch Spannungsgefühl, das Gefühl schwerer Beine oder Muskelkrämpfe bemerkbar machen kann.

Beinschwellungen
Krampfadern haben infolge einer Überdehnung schließunfähige – oder sogar zerstörte Klappen, wodurch eine umgekehrte Fließrichtung des Blutes entsteht. Das Blut fließt statt zum Herzen wieder zurück ins Bein. Dadurch wird die Muskel-Venen-Pumpe überlastet, so dass eine vermehrte Blutfülle im unteren Anteil des Beines entsteht. Bei starkem venösen Rückstrom und starker Schwellneigung kann es innerhalb von Jahren zu chronischen Hautveränderungen bis zum so genannten offenen Bein kommen. Außerdem besteht ein erhöhtes Thromboserisiko. Krampfadern neigen zu Entzündungen (Varikophlebitis), die sehr schmerzhaft sein können. Oberflächliche Krampfadern können bei Verletzungen stark bluten. Diese Blutung lässt sich durch lokal angewendeten Druck (Kompression) stoppen. Ob die Varikosis konservativ oder operativ behandelt wird, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den betroffenen Gefäßabschnitten ab. In vielen Fällen müssen die verschiedenen Therapieverfahren auch miteinander kombiniert werden.

Behandlung | Konservative Methode
Durch Druck von außen (Kompression) entsteht für die Muskulatur ein Widerlager, wodurch die Förderleistung der Muskel-Venen-Pumpe verbessert wird. Anwendung finden dabei Kompressionsstrümpfe, die von einem Fachmann individuell angepasst werden. Bei täglichem Tragen und richtiger Pflege sollte der Strumpf nach einem Jahr ersetzt werden.

Veröden von Varizen (Sklerotherapie)
Bei diesem Verfahren wird ein Verödungsmittel (Äthoxysklerol) in die Krampfadern injiziert. So wird eine künstliche Venenentzündung provoziert, was zu einer bindegewebsartigen Umwandlung der Vene führt. Diese Methode ist risikoarm und belastet den Patienten kaum. Sie wird bevorzugt aus kosmetischen Gründen bei Seitenastvarizen und Besenreiservarizen eingesetzt.

Behandlung | Operative Methode
Stripping
Die Varizen werden über Sonden herausgezogen (Stripping) und über kleine chirurgische Einschnitte (Inzisionen) entfernt (so genannte Miniphleboexhairese). Häufig wird behauptet, dass operative Verfahren nur einen mäßigen Erfolg aufweisen, da sich schnell neue Krampfadern bilden. Zwar bleibt die Neigung zu Krampfaderneubildung durch die genetische Veranlagung auch nach einer Operation bestehen, ein neu aufgetretenes Krampfaderleiden erreicht allerdings selten das gleiche Ausmaß wie vor dem Eingriff.

Radiofrequenztherapie (endovenös)
Dies ist ein neues Verfahren zur Behandlung von Krampfadern, bei dem über eine Punktion eine Radiofrequenzsonde (RFITT) in die Vene eingebracht wird. Die Radiofrequenzenergie kann dabei genau dosiert werden. Die Vene zieht sich durch die entstehende Hitze an der Sondenspitze zusammen und wird verschlossen. Ein Leistenschnitt oder Kniekehlenschnitt entfällt bei dieser Methode. Die so behandelte Vene verbleibt im Körper und ist von außen nicht mehr sichtbar. Sie wird vom Körper im Laufe von Wochen abgebaut. Gegenüber herkömmlichen Operationsverfahren ist die RFITT-Methode ein besonders schonendes Verfahren und darüber hinaus einfach und sicher in der Durchführung. Die Schmerzbelastung sowie das Risiko von Narben (Leisten- und Kniekehlenschnitt entfallen), Infektionen und Blutergüsse sind bei der RFITT-Methode deutlich geringer.

Die RFITT-Methode kann ambulant unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden. Die Patienten sind schon kurze Zeit nach dem Eingriff wieder mobil und können damit früher ihren alltäglichen Aufgaben nachkommen.

Faktoren zur Beurteilung der Therapie bei Varikosis
Welche Therapieform angewendet wird, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den betroffenen Gefäßabschnitten ab. Wichtig sind hierfür die exakte Diagnostik und eine nachfolgende fachärztliche Beratung. In vielen Fällen müssen die verschiedenen Therapieverfahren auch miteinander kombiniert werden.

Bitte bedenken Sie jedoch, dass die Neigung zur Krampfaderbildung angeboren ist. Unser Team der MANUS KLINIK beseitigt deshalb gerne Ihre Krampfadern, dennoch können wir Sie nicht vor dem wiederholten Auftreten der Erkrankung schützen. Daher ist auch nach einer erfolgreichen Therapie eine regelmäßige Kontrolle empfehlenswert.

Eine Thrombose entsteht, wenn Blut ganz oder teilweise in einer Vene gerinnt und diese verstopft. Unser Blut enthält verschiedene Komponenten mit unterschiedlichen Aufgaben. So versorgt das Blut beispielsweise den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen und transportiert im Gegenzug Abfallstoffe zu den Ausscheidungsorganen. Darüber hinaus schützen die Abwehrzellen des Blutes den Körper vor Krankheitserregern. In besonderen Situationen kann sich das Blut verfestigen (Blutgerinnung) und bildet dann ein Gerinnsel (Thrombus).

Ursachen
Normalerweise ist die Blutgerinnung ein lebensnotwendiger Schutzmechanismus unseres Körpers. So gerinnt das Blut beispielsweise bei einer äußeren Verletzung, was dazu führt, dass sich die Wunde schnell schließt und es nicht zu einer bedrohlichen Blutung kommt. Unser Blut gerinnt jedoch nicht nur bei äußeren Verletzungen. Blutgerinnsel können auch entstehen, wenn sich beispielsweise durch langes Liegen oder Bewegungsmangel bei Flugreisen die Fließgeschwindigkeit des Blutes verlangsamt oder sich die Gefäßwand oder die Zusammensetzung des Blutes ändert. Auch bei einer Operation, die sozusagen eine geplante Verletzung darstellt, wird die Blutgerinnung in Gang gesetzt. Aus diesem Grund ist die Gefahr einer Thrombose nach einer Operation besonders hoch.
Symptome der Thrombose sind oftmals vielfältig und unspezifisch.

Beschwerden
Patienten klagen häufig über Schmerzen im betroffenen Bein, über eine bläulich-graue Verfärbung der Haut oder ein Anschwellen der betroffenen Gliedmaße. Oft werden auch ein Schweregefühl oder Muskelkater-Symptome angegeben. Eine Lungenembolie äußert sich durch Atemnot, Herzrasen und Husten mit blutigem Auswurf. Manchmal macht sich eine tiefe Beinvenenthrombose gar nicht bemerkbar, sondern wird erst bei Auftreten einer Lungenembolie im Rahmen der Diagnostik erkannt.

Lungenembolie
Als akute Komplikation einer Thrombose kann eine Lungenembolie entstehen. Dabei löst sich ein Thrombus von der Gefäßwand und gelangt mit dem Blutstrom in die Lunge, wo er große Schlagadern verstopft. Die sichere Diagnose einer Lungenembolie wird durch eine Computertomographie oder Kernspinuntersuchung (MRT) der Lunge gestellt. 30.000 bis 40.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einer Lungenembolie.

Behandlung | Diagnosestellung
Die Diagnose wird durch eine Ultraschalluntersuchung (Farbduplexsonographie) gestellt. Diese Untersuchung ist ungefährlich, schmerzfrei und frei von Röntgenstrahlen. Eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (Phlebographie) ist in der Regel nicht erforderlich und bleibt nur noch speziellen Fragestellungen vorbehalten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, einen Blut-Schnelltest (D-Dimertest) durchzuführen, um erste Hinweise auf eine mögliche Thrombose zu erhalten.

Behandlung | Konservative Methode
Die Behandlung einer Beinvenenthrombose erfolgt durch das Tragen eines entsprechenden Kompressionsstrumpfes, sowie durch die Gabe gerinnungshemmender Medikamente. Diese werden in Form von Tabletten (z.B. Cumarine) oder als Spritzen (Heparin) verabreicht. Die Dauer der Medikation wird aufgrund der Ausdehnung der Thrombose bestimmt und muss manchmal lebenslang erfolgen.

Es gibt Operationen, bei denen das Risiko einer Thrombose oder Lungenembolie besonders hoch ist – auch Wochen nach dem Eingriff. Dazu gehören beispielsweise Krebsoperationen oder größere orthopädische Eingriffe wie Knie- oder Hüftersatzoperationen.

Aus diesem Grund wird die Thromboseprävention (Vorbeugung) mit gerinnungshemmenden Medikamenten auch im Anschluss fortgeführt. Dies erfolgt durch die Gabe eines niedermolekularen Heparins als tägliche Spritze ins Unterhautfettgewebe. Auch bei einer Gipsbehandlung oder einer Ruhigstellung mit Schienen sollte eine Heparingabe erfolgen.

Tiefe Venenthrombosen sind eine langwierige und unangenehme Erkrankung. Unbehandelt können sie zum so genannten postthrombotischen Syndrom führen. Typisch hierfür sind Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Krampfadern (Varizen) und Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris).

Die Portimplantation ist eine so genannte Service-Operation. Portsysteme erleichtern eine Chemotherapie oder Infusionsbehandlung, wenn keine geeigneten Venen zur Anlage eines gesicherten venösen Zugangs mehr vorhanden sind. Ein Port ist ein kleines Implantat aus Titan oder Kunststoff. Es enthält einen – mit einem weichen Verschluss versiegelten – Hohlraum durch den über spezielle Nadelsysteme Medikamente zugeführt werden können. An den Port ist ein Katheter als Verbindung zum Blutgefäßsystem angeschlossen. Es handelt sich um ein geschlossenes System, welches unter der Haut platziert wird. Von außen ist bis auf eine kleine Erhebung nichts sichtbar.

Behandlung | Operative Methode
Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf. Eine Vollnarkose ist in diesem Fall nicht erforderlich. Nach Abschluss der Behandlung kann das Portsystem problemlos unter örtlicher Betäubung entfernt werden.

Eine Sonderform ist der so genannte POWER-Port. Es handelt sich hier um ein besonders druckstabiles System, welches auch für diagnostische Zwecke genutzt werden kann (z.B. bei Computertomographien oder MRT-Untersuchungen, bei denen im Rahmen von Nachuntersuchungen zur Erfolgskontrolle ein Kontrastmittel verabreicht werden muss). Ist ein Port vorhanden, so ist kein weiterer venöser Zugang erforderlich. Herkömmliche Portsysteme halten dem Druck nicht stand, um die benötigten Flussraten des Kontrastmittels während der Untersuchung zu erreichen. Zu niedrige Flussraten würden wiederum die Aussagefähigkeit der entsprechenden Untersuchung beeinträchtigen.

Bei einer künstlichen Blutwäsche (Hämodialyse) im Rahmen eines chronischen oder akuten Nierenversagens wird operativ ein gesicherter Gefäßzugang, eine Shuntanlage, gelegt. Bei der Hämodialyse muss das Blut des Patienten von Stoffwechselprodukten, die ansonsten den Körper vergiften würden, gereinigt werden. Zusätzlich muss überschüssiges Wasser dem Körper entzogen werden, welches aufgrund der fehlenden Nierenfunktion nicht mehr ausgeschieden werden kann. Dies geschieht über einen so genannten Dialysator. Dazu wird das Blut des Patienten über ein Schlauchsystem in die Maschine geleitet und dort über Filtrations- und Austauschprozesse gereinigt. Danach gelangt das Blut ebenfalls über ein Schlauchsystem zurück in den Körper des Patienten.

Die Dialyse findet für Patienten in der Regel dreimal wöchentlich statt. Um effektiv und nicht zu zeitintensiv dialysieren zu müssen, ist es erforderlich, dass 250 bis 400 Milliliter Blut pro Minute durch den Dialysator geleitet werden. Die natürlichen Gefäße des Patienten sind nicht dafür geeignet, solche hohen Blutmengen zugänglich zu machen. Die oberflächlichen Venen sind zwar leicht zu punktieren, sie erreichen aber bei weitem nicht die benötigten Flussraten. Die Schlagadern hingegen liegen in der Tiefe und sind für den Arzt schwer zu finden. Außerdem wäre sowohl die Punktion – als auch die Dialyse selbst sehr schmerzhaft.

Deshalb ist es für eine gesicherte Hämodialyse erforderlich, operativ einen gesicherten Gefäßzugang zu schaffen. Hierbei wird an unterschiedlichen Stellen eine so genannte Kurzschlussverbindung zwischen einer oberflächlichen Vene und einer tiefer liegenden Schlagader geschaffen. Diese Verbindung – genannt AV-Fistel – erfolgt in Höhe des Handgelenkes oder der Ellenbeuge. Nach einer gewissen Reifezeit erweitern sich die oberflächlichen Venen am Arm durch den erhöhten Blutfluss und sind zur Punktion geeignet.

Sollten die eigenen Venen zur Shuntanlage nicht geeignet sein, so können Kunststoffprothesen oder Katheter implantiert werden. Welche Methode für den Patienten in Frage kommt, muss individuell entschieden werden.

Behandlung | Operative Methode
Die Eingriffe können in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung oder mit einer Betäubung des Armgeflechts (Regionalanästhesie) durchgeführt werden. Eine Vollnarkose ist nur selten erforderlich.

FACHBEREICHE.


Fachbegriffe.


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  • Angiodysplasien
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  • Dauerhafte Durchblutungsstörung der Blutgefäße in den Venen
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