HAND. CHIRURGIE. BEHANDLUNGSFELDER.

Arthrosen

Der Verschleiß eines Gelenkes an der Hand ist keine Seltenheit. Oftmals sind mehrere Gelenke betroffen. Bei der Vielzahl von Gelenken in der Hand wird nachfolgend nur auf die am häufigsten auftretenden Arthrosen eingegangen. Dazu gehören die Arthrose der Fingerend- und Mittelgelenke, die Daumensattelgelenkarthrose und die Arthrose des Handgelenkes.


Arthrose des Handgelenks
Eine Arthrose des Handgelenks (Radiocarpalarthrose) als Bindeglied von Unterarm und Hand kann als Spätfolge eines Speichenbruchs auftreten. Sie durchläuft verschiedene Stadien.

Beschwerden
Zunächst treten Schmerzen nach und bei Belastung auf. Diese werden dann stärker und können sich zu dauerhaften Schmerzen entwickeln. Im weiteren Verlauf wird dann auch die Beweglichkeit des Handgelenks deutlich schlechter. Die Therapie ist abhängig vom Erkrankungsstadium.

Arthrose des Daumensattelgelenks
Das Daumensattelgelenk ist das am meisten beanspruchte Gelenk der Hand und ermöglicht die große Beweglichkeit des Daumens. 30 Prozent aller Frauen ab dem 50. Lebensjahr sind von einer Arthrose (Rhizarthrose) betroffen, häufig beidhändig.

Beschwerden
Die Symptome treten zunächst nur bei Belastung auf, beginnend mit einer Kraftlosigkeit und Schmerzen am Daumen, vor allem beim Öffnen einer Tür oder Flasche. Im weiteren Verlauf kommt es zu Schwellungen und einer Bewegungseinschränkung des Daumens bis hin zur Einsteifung des Gelenks.

Arthrose der Fingerend- und Mittelgelenke
Der Verschleiß der End- und Mittelgelenke der Finger (Heberden- und Bouchardarthrose) tritt gehäuft bei Frauen auf.

Beschwerden
Die Gelenke schmerzen zunächst bei Belastung und schwellen an. Es entstehen so genannte Knochenausziehungen (Heberdenknötchen). Meistens verläuft die Arthrose in Schüben. Am Ende der Erkrankung ist das Gelenk erheblich in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, versteift oder deformiert.

BEHANDLUNG | Konservative und operative Methoden
Bei allen Arthrosen erfolgt stadienabhängig zunächst die konservative (nicht-operative) Therapie, bei zunehmenden Beschwerden kann die operative Therapie zu einer deutlichen Besserung bis zur Beschwerdefreiheit führen.



Bandverletzungen

Die große Beweglichkeit der Hand ist erst durch ihre vielen Gelenke möglich. Diese sind, neben den Gelenkkapseln, mit Bändern stabilisiert. Vor allem Stürze können zu Zerreißungen der Bänder führen. Zwei häufige Verletzungen sind der Skidaumen und eine Zerreißung des SL-Bandes (scapholunäre Bandruptur). Je nach Instabilität ist eine angepasste Therapie erforderlich.


Skidaumen
Diese Verletzung entsteht oft durch einen Sturz beim Skifahren. Hierbei zerreißt das ellenseitig (Kleinfingerseite) gelegene Band am Daumengrundgelenk und führt zu einer Instabilität des Gelenkes.

Beschwerden
Die Instabilität des Gelenkes äußert sich im erschwerten Greifen von Gegenständen. Nachfolgend kommt es meist zu einer Fehlstellung mit nachfolgender Arthrose (Verschleiß) des Gelenkes, so dass hier die operative Therapie unumgänglich ist.

Behandlung | Operative Methode
Die Therapie richtet sich nach der Höhe des Bandrisses. Ist das Band direkt am Knochen oder sogar mit einem Knochenstück ausgerissen, wird es mit einem so genannten Fadenanker wieder am Knochen fixiert. Ist das Band mittig gerissen, so kann es einfach wieder genäht werden. Ein mittiger Riss ist jedoch selten. In beiden Fällen ist nach der Operation die Ruhigstellung im Daumengips für circa fünf Wochen erforderlich.

Zerreißung des SL-Bandes
Hierbei handelt es sich um die Zerreißung (Ruptur) des Bandes zwischen zwei Handwurzelknochen, dem Kahnbein und Mondbein (scapholunäre Dissoziation, SL Dissoziation). Die Verletzung tritt nach einem Sturz auf die Hand oder einem so genannten Anpralltrauma bei Unfällen auf.

Beschwerden
Die Instabilität bei chronischer scapholunärer Dissoziation entwickelt sich über Jahre hinweg und äußert sich durch Schmerzen, Kraftverlust und/oder einem Knacken im Handgelenk. Es kommt zu einer Arthrose des Handgelenkes.

Behandlung | Diagnosestellung
Vom Handgelenk werden konventionelle Röntgenaufnahme in zwei Ebenen sowie zusätzliche Belastungsaufnahmen gemacht. Bei Verdacht auf eine SL-Bandriss sollten eine Kernspintomographie mit Kontrastmittel und eine Spiegelung des Handgelenkes ergänzt werden.

Behandlung | Operative Methode
Die Spiegelung des Handgelenkes (Handgelenksarthroskopie) ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Hierdurch wird das Stadium der Bandverletzung bestimmt. Dies ist wesentlich für die weitere operative Versorgung.



Dupuytren`sche Kontraktur

Der französische Anatom und Chirurg Guillaume Dupuytren beschrieb im Jahre 1832 als Erster diese Erkrankung. Sie ist bedingt durch eine Schrumpfung und gutartige Verhärtung einer bindegewebsartigen Schicht in der Hohlhand (der so genannten Palmarfaszie). Die Ursachen der gutartigen Bindegewebserkrankung in der Handinnenfläche sind vielfältig und nicht eindeutig geklärt. Häufig sind Klein- und Mittelfinger betroffen.


Ursachen
In unseren Breiten zeigt sich ein Altersgipfel im 5. und 6. Lebensjahrzehnt, Männer erkranken etwa sechsmal häufiger als Frauen. Eine familiäre Häufung ist ebenfalls bekannt. Zusätzlich begünstigt der übermäßige Konsum von Genussmitteln die Entstehung.

Beschwerden
Die Bildung von Knoten und Strängen in der Hohlhand und/oder den Fingerbeugeseiten führt zu einer zunehmenden Beuge-Fehlstellung der Finger. Die Haut kann mit betroffen sein, und bei großen Knoten können Schmerzen bei Greifbewegungen auftreten. Schreitet die Erkrankung fort, so ist die Operation die Therapie der Wahl.

Behandlung | Konservative Methode
Konservative Therapieversuche haben zu keinem wissenschaftlich nachweisbaren Therapieerfolg geführt.

Behandlung | Operative Methode
Die Operation ist, bei einer beginnenden Beuge-Fehlstellung und Schmerzen, die auf eine Knotenbildung zurückzuführen sind, das Mittel der Wahl. Durch die Operation wird die vernarbte Palmarfaszie entfernt. Hierbei ist ein sehr präzises und schonendes Vorgehen erforderlich, da die Narbenstränge oftmals die feinen Blutgefäße und Nerven der Hand und Finger eng umschließen. Je nach Ausbreitung der Veränderungen, bedeutet dies einen relativ großen Eingriff an der Hand. Diese Operation sollte daher ausschließlich Handchirurgen vorbehalten bleiben. Bei einer korrekten Durchführung der Operation durch einen Handchirurgen ist üblicherweise mit guten Ergebnissen zu rechnen. Trotzdem kann die Knotenbildung erneut und auch in anderen Bereichen der Hand auftreten.



Knochenbrüche

Häufig haben Stürze oder sonstige Unfälle einen Knochenbruch (Fraktur) an der Hand zur Folge. Einige der Brüche können, wenn die Knochen nicht verschoben sind, mittels Gipsruhigstellung behandelt werden. Bei anderen ist immer eine Operation erforderlich. Zwei spezielle, häufig auftretende Knochenbrüche der Mittelhand und Handwurzel werden nachfolgend beschrieben.


Kahnbeinfraktur
Das Kahnbein ist einer der acht Handwurzelknochen des Menschen. Der Kahnbeinbruch ist der häufigste Knochenbruch der Handwurzelknochen und entsteht durch einen Sturz auf die Hand. Die Symptome sind vielfältig.

Beschwerden
Patienten berichten über Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Handgelenk. Eine Schwellung ist in der Regel kaum erkennbar. Aufgrund geringer Beschwerden kann es dazu kommen, dass der Bruch nicht sofort erkannt wird und dann nicht verheilt.

Behandlung | Diagnosestellung
Wichtig ist die korrekte Diagnosestellung. Vor allem eine spezielle Röntgenuntersuchung sowie CT-Untersuchungen (Computertomographie) in spezieller Technik ermöglichen die Diagnosestellung der Kahnbeinfraktur. 
Die Lokalisation und Stellung des Bruches ist für die Therapie entscheidend. Anhand der Röntgenbilder lassen sich zwei Arten, stabile und instabile Kahnbeinbrüche, feststellen.
Ziel ist eine schnelle Abheilung, möglichst ohne Funktionseinschränkungen oder Fehlstellungen. Kahnbeinbrüche sind jedoch oft nicht einfach zu behandeln. Es kann vorkommen, dass trotz optimaler Therapie eine Bewegungseinschränkung, Fehlstellung oder Schmerzhaftigkeit bestehen bleibt. Des Weiteren besteht die Gefahr einer so genannten Falschgelenkbildung (Pseudarthrosenbildung) bei einem nicht verheilenden Knochenbruch).

Behandlung | Konservative Methode
Die Einrichtung des Bruches wird unter lokaler Betäubung des Armes durchgeführt. Dies kann, je nach Bruchart, ohne oder mit Hautschnitt erfolgen. Dann wird der Bruch mit Drähten oder Schrauben fixiert. Anschließend ist eine Ruhigstellung mit einem Gips für ca. sechs Wochen erforderlich. Bei stabilen Kahnbeinbrüchen erfolgt für 10-12 Wochen eine konservative Therapie mit Ruhigstellung im Unterarmgips mit Einschluss des Daumens.

Behandlung | Operative Methode
Zur Verkürzung der Ruhigstellungszeit ist auch die operative Therapie geeignet. Bei einer Operation erfolgt die Stabilisierung des Bruches mit einer speziellen Schraube (Herbert-Schraube). Diese wird im Knochen versenkt und muss nicht mehr entfernt werden. Der Vorteil dieser Operation ist, dass die Ruhigstellung auf circa zwei Wochen verkürzt werden kann.

Bennett-Fraktur
Es handelt es sich um einen Knochenbruch an der Basis des ersten Mittelhandknochens, der bis in das Daumensattelgelenk zieht. Aufgrund von Muskelbewegungen kommt es fast immer zu einem Verschieben des Bruches, so dass eine operative Therapie erforderlich wird.

Behandlung | Operative Methode
Bei einer Operation erfolgt die Stabilisierung des Bruches mit einer speziellen Schraube (Herbert-Schraube). Diese wird im Knochen versenkt und muss nicht mehr entfernt werden. Der Vorteil dieser Operation ist eine verkürzte Ruhigstellung.



Nervenengpasssyndrome

Neben den Sehnen können auch Nerven als Folge einer Druckschädigung in Mitleidenschaft gezogen werden. Die häufigsten Formen sind das Karpaltunnelsyndrom, das Ellenrinnensyndrom und das Loge de Guyon-Syndrom.


Ellenrinnensyndrom
Der Ellennerv (Nervus ulnaris) durchzieht am Ellenbogengelenk einen engen, knöchernen Kanal. Hier kann es – vor allem bei wiederholter Druckbelastung – zu einer Einengung und damit zur Minderdurchblutung des Nervens (Sulcus ulnaris Syndrom) mit entsprechenden Symptomen kommen.

Beschwerden
Charakteristische Beschwerden sind Kribbeln und nächtliche Schmerzen in Klein- und Ringfinger. Auch Schmerzen im Bereich des Ellenbogens bei Belastung werden von Patienten angegeben. Bei längerem Bestehen der Nervenkompression sind ein Schwund der zugehörigen Handinnenmuskulatur sowie eine Abspreizschwäche der Finger nachweisbar. Diese Kompression entsteht durch Veränderungen des Knochenkanals nach Knochenbrüchen oder durch Prellungen in dem entsprechenden Bereich.

Behandlung | Operative Methode
Die Behandlung erfolgt operativ in der Freilegung des Nervs über einen bogenförmigen Hautschnitt am Ellenbogengelenk. Mitunter ist auch eine Verlagerung des Nervs aus der Knochenrinne heraus auf die Beugeseite des Ellenbogengelenks erforderlich.

Karpaltunnelsyndrom
Bei dem Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine Einengung des Mittelhandnervs (Nervus medianus) im Bereich des Handgelenks mit einem typischen Verlauf. Die Beugesehnenscheiden sind dabei durch Entzündungen oder hormonelle Ursachen (Wechseljahre) angeschwollen.

Beschwerden
Typischerweise berichtet der Patient über ein Kribbeln/Einschlafen der Hand, insbesondere nachts, beim Telefonieren, Halten des Lenkrads oder Radfahren. Durch Schütteln und Bewegen der Hand bessern sich die Beschwerden. Oft wird über Schmerzen im Bereich des Handgelenks berichtet, die bis in den Oberarm ausstrahlen können. Eine Einschränkung der Feinmotorik (Hemd zuknöpfen, Einschränkung beim Schreiben und feinen Arbeiten) tritt häufig auf.

Bei zunehmender Ausprägung kommt es zu ständigen Missempfindungen mit zunehmender und zum Teil bleibender Taubheit der Finger. Des Weiteren kann sich die Daumenballenmuskulatur vermindern. Dieser Prozess ist häufig nicht umkehrbar. Die Einengung kann nach Brüchen des Handgelenks und bei Tumoren im Karpalkanal auftreten. Häufig ist jedoch keine spezifische Ursache nachweisbar.

Behandlung | Diagnosestellung
Die Diagnose erfolgt durch eine Untersuchung der Hand sowie einer Analyse der elektrischen Leitfähigkeit des Nerven (NLG). Diese wird vom Neurologen durchgeführt.

Behandlung | Konservative Methode
Sie richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden in Abhängigkeit von der Dauer der Symptome. Und erfolgt entweder konservativ oder operativ.

Behandlung | Operative Methode
Das Ziel der Operation ist es, die Einklemmung des Nervs auf Dauer zu beseitigen. Hierzu wird das Band (Retinaculum flexorum) vollständig, unter Schonung des Nerves und der Sehnen, durchtrennt. Die Operation wird in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung des Armes (Plexusanästhesie) durchgeführt. Dies kann auf zwei verschiedene Arten – offen oder endoskopisch – geschehen.

Syndrom der Loge de Guyon
Der Ellennerv zieht am Handgelenk zwischen zwei Handwurzelknochen nochmals durch eine Engstelle, die so genannte Loge de Guyon. Eine hier lokalisierte Kompression entsteht aus denselben Gründen wie das Ellenrinnensyndrom.

Beschwerden
Die Beschwerden der Patienten sind eindeutig: Betroffene Patienten klagen über ein Kribbeln und Schmerzen in Klein- und Ringfinger. Hier liegt jedoch niemals ein Taubheitsgefühl am Handrücken vor, wie es beispielsweise bei einer Einengung des Nervs am Ellenbogen vorkommt. Es kann allerdings eine muskuläre Schwäche (Parese) beim Zusammenführen der Finger auftreten. Eine Druckschädigung durch eine einseitige Haltung kann relativ leicht vermieden – oder zumindest abgepolstert werden.

Behandlung | Konservative Methode
Erholen sich Nerv und Muskulatur, so kann auf eine Operation verzichtet werden.

Behandlung | Operative Methode
In den meisten Fällen muss die Loge allerdings zur Aufhebung der Kompression am ellenseitigen Handgelenk nahe dem Kleinfingerballen geöffnet werden. In einer Schiene kann das Handgelenk nach einer Operation für einige Tage ruhig gestellt werden. Die Ruhigstellung mindert den Schmerz nach der Operation und fördert in den ersten Tagen die Wundheilung. Finger und der Daumen sind dabei gut beweglich.



Sehnenerkrankungen | Sehnenverletzungen

Die Sehnenscheide ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Hülle der Sehne. Sie ist an den Stellen ausgebildet, wo Sehnen mit erhöhter Spannung über Gelenke laufen. Neben Sehnenscheidenentzündungen führen Einengungen der Sehnenscheiden (siehe auch Springfinger) häufig zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung. Diese Einengung tritt häufig auch im Bereich der Sehnen für Streck- und Abspreizbewegungen des Daumens auf (Tendovaginitis de Quervain). Sehnenverletzungen (Sehnenrupturen) können zu einer vollständigen Aufhebung der Beweglichkeit des betroffenen Bereichs führen. In diesem Fall muss die Funktion durch eine Operation wieder hergestellt werden.


Sehnenscheidentzündung
Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) heißt, dass sich die Hülle, die die Sehne umgibt, entzündet. Die Sehnenscheiden verhindern, dass sich die Sehnen zu sehr abnutzen beziehungsweise zu sehr reiben. Im Inneren dieser Schutzhülle befindet sich eine Flüssigkeit (Synovialflüssigkeit), durch die die Sehne hin und her gleiten kann. Bei Überlastung durch bestimmte Sportaktivitäten, monotone Computerarbeit und häufiges SMS-Schreiben (SMS-Daumen) entzündet sich diese „Sehnenhülle“.

Beschwerden
Schmerzen treten bei jeder Bewegung auf. Zusätzlich kann der entsprechende Bereich anschwellen.

Behandlung | Konservative Methode
Die Behandlung von Sehnenscheidenentzündungen erfolgt mit einer Ruhigstellung durch einen Schienenverband. Auch kühlende Umschläge, eine spezielle Eisbehandlung (so genannte Kryotherapie) und gegebenenfalls die Gabe von abschwellenden und entzündungshemmenden Medikamenten fördern den Heilungsprozess.

Einengung der Daumensehnen
Bei dieser Einengung der Sehnen (Tendovaginitis de Quervain) handelt sich um eine Sehnengleitstörung im Bereich des ersten Streckerfaches (Strecksehne und Abspreitzsehne des Daumens).

Beschwerden
Sie wird begleitet von Schmerzen bei Bewegungen von Daumen oder Handgelenk.

Behandlung | Konservative Methode
Die Gleitstörung wird zunächst konservativ mit einer Ruhigstellung durch eine Daumengipsschiene, Medikamente und Cortisonspritze behandelt. Bei Versagen der konservativen Therapie sollte im Anschluss eine Operation erfolgen.

Behandlung | Operative Methode
Die Operation wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Um das Risiko der Schädigung von benachbarten Nerven, Blutgefäßen und Sehnen zu mindern, bedarf es der so genannten Blutleere: Der Arm wird dazu mit einer Gummibinde oder ähnlichem umwickelt – und das Blut dabei aus den Gefäßen in Richtung Schulter gepresst. Nach Aufpumpen der zuvor im Bereich des Oberarms angelegten Manschette kann das Blut nicht mehr in den Arm strömen, die feinen Strukturen in Hand und Arm sind nun beim Operieren gut sichtbar. Nach der Operation muss keine Ruhigstellung erfolgen. Die Hand ist nach 2 bis 3 Wochen wieder voll belastbar.

Springfinger | Schnellender Finger
Unter einem so genannten Springfinger (Digitus saltans) oder auch „schnellender Finger“ versteht man eine Sehnengleitstörung der Fingerbeugesehnen. Diese tritt typischerweise in Höhe des Fingergrundgelenkes in der Handinnenfläche auf. Beim Beugen des Fingers gleitet die Sehne unter einem quer verlaufenden Band (Ringband) hindurch. Durch eine verdickte Sehne oder ein verdicktes Band, ist das Gleiten gestört und es kommt zu dem typischen “Springen“ des Fingers.

Beschwerden
Im Frühstadium bestehen oft nur unspezifische Schmerzen an der Beugeseite des Fingergrundgelenkes, eine Morgensteifigkeit sowie eine Einschränkung der Streckfähigkeit des Mittelgelenks. Später kann das Springen des Fingers auch bei Streckung auftreten. Die Behandlung ist – je nach Schweregrad – konservativ oder operativ.

Behandlung | Konservative Methode
Beim Springfinger können in leichten Fällen entzündungshemmende Medikamente eine Linderung bringen. Spritzen mit Cortison an die Sehnenscheide können die Beschwerden vorübergehend vermindern. Eine direkte Injektion in die Sehne sollte aufgrund der Gefahr eines Sehnenrisses unterbleiben.

Behandlung | Operative Methode
In schweren Fällen des Springfingers ist ebenfalls eine Operation nötig. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung erfolgen. Nach einem kleinen Hautschnitt über dem betroffenen Gebiet wird das Ringband aufgesucht und in Längsrichtung gespalten. Nach der Operation erfolgt keine Ruhigstellung. Die Hand ist nach 14 Tagen wieder voll belastbar.

Sehnenriss
Unter einem so genannten Springfinger (Digitus saltans) oder auch „schnellender Finger“ versteht man eine Sehnengleitstörung der Fingerbeugesehnen. Diese tritt typischerweise in Höhe des Fingergrundgelenkes in der Handinnenfläche auf. Beim Beugen des Fingers gleitet die Sehne unter einem quer verlaufenden Band (Ringband) hindurch. Durch eine verdickte Sehne oder ein verdicktes Band, ist das Gleiten gestört und es kommt zu dem typischen “Springen“ des Fingers.

Behandlung | Operative Methode
Hier ist eine operative Therapie mit einer so genannten Sehnenersatzplastik (Indicesplastik) erforderlich. Dabei wird eine der Strecksehnen des Zeigefingers auf dem Handrücken durchtrennt und durch die gerissene Daumensehne durchflochten. Nach einer dreiwöchigen Ruhigstellung im Gips kann im Anschluss Krankengymnastik zur Bewegungsunterstützung eingesetzt werden.



Überbein

Das Überbein (Ganglion) ist eine mit gallertartigem Inhalt gefüllte Zyste, die eine Verbindung zu der Gelenkkapsel oder dem Sehnengleitgewebe hat. Es ist der häufigste gutartige Weichteiltumor der Hand. Gelegentlich können sehr kleine, nicht sichtbare Ganglien starke Schmerzen verursachen.


Behandlung | Diagnosestellung
Die Diagnose ist in diesen Fällen schwer zu stellen. Bei unklarem Befund kann eine Ultraschalluntersuchung die Verdachtsdiagnose erhärten. Die Therapie kann konservativ oder operativ erfolgen.

Behandlung | Konservative Methode
Bei geringen Beschwerden kann zunächst der Versuch einer konservativen Behandlung unternommen werden. Diese umfasst Schonung, Krankengymnastik und eventuell eine Punktion.

Behandlung | Operative Methode
Eine vollständige Ausheilung ist jedoch häufig nur durch eine Operation zu erreichen. Bei starken, länger andauernden Beschwerden ist der operative Eingriff die Methode der Wahl. Das Ziel ist die komplette Entfernung des Ganglions. Gelegentlich können Ganglien erneut auftreten.



Spiegelung des Handgelenkes

Eine Spiegelung (Handarthroskopie) ist häufig bei unklaren Beschwerden am Handgelenk angezeigt und wichtig, um die weiteren Therapiemöglichkeiten festzulegen. Dies ist zum Beispiel bei Verletzungen von Bändern der Handwurzel (SL-Dissoziation), Verdacht auf Arthrose des Handgelenkes und bei Verdacht auf eine Schädigung des ellenseitg (außen) am Handgelenk gelegenen Faserknorpelkomplexes (TFCC) erforderlich.


Behandlung | Operative Methode
Bei der Operation können eventuelle Schädigungen des Faserknorpelkomplexes sofort behandelt werden. Sie kann ambulant erfolgen.


FACHBEREICHE.

FACHBEGRIFFE.

Verschleiß des Gelenkes; äußert sich in unterschiedlichen Stadien durch Ruhe- und Bewegungsschmerzen sowie eingeschränkte Beweglichkeit

auch Radiocarpalarthrose; Verschleiß des Handgelenkes als Bindeglied von Unterarm und Hand

auch Rhizarthrose; Verschleiß des im Daumenballen sitzenden Gelenkes, das für die Rotation des Daumens verantwortlich ist

auch Heberden- und Bouchardarthrose; Verschleiß der Gelenke in der Mitte und an den Enden der Finger

Spiegelung ist ein operativer Eingriff und häufig bei unklaren Beschwerden am Handgelenk angezeigt

als Folge eines Unfalles, wie z. B. der Skidaumen oder der Riss des SL-Bandes

Knochenbruch an der Basis des ersten Mittelhandknochens, der bis in das Daumensattelgelenk zieht

auch Springfinger oder schnellender Finger; Sehnengleitstörung der Fingerbeugesehnen

als ein gutartiges Bindegewebsgeschwulst in der Handinnenfläche (Wucherung der Palmarfaszie)

auch Tendovaginitis de Quervain; Sehnengleitstörung im Bereich der Streck- und Abspreizsehne des Daumens

auch Sulcus ulnaris Syndrom; Einengung des Ellennervs an der Innenseite des Ellenbogens und nachfolgende Durchblutungsstörungen des Nervs
auch Überbein; Zyste mit Verbindung zu Gelenkkapsel oder Sehnengleitgewebe
Verschleiß der Gelenke in der Mitte und an den Enden der Finger
auch Kahnbeinfraktur; häufigster Bruch der Handwurzelknochen als Folge eines Sturzes auf die Hand
auch Nervus medianus Syndrom; Einengung der Mittelhandnerven im Bereich des Handgelenks
auch Fraktur, wie Mittelhand-, Fingerfrakturen und auch Frakturen der Handwurzelknochen
Einengung des Ellennervs am Handgelenk zwischen zwei Handwurzelknochen (Engstelle Loge de Guyon)
Druckschädigung der Nerven, wie z. B. im Ellenbogen- oder Mittelhandbereich
auch Karpaltunnelsyndrom; Einengung der Mittelhandnerven im Bereich des Handgelenks
Verschleiß des Handgelenkes als Bindeglied von Unterarm und Hand
auch scapholunäre Dissoziation; Zerreißung des Bandes zwischen Kahnbein und Mondbein (an der Handwurzel)
auch Arthrose des Daumensattelgelenkes; Verschleiß des im Daumenballen sitzenden Gelenkes, das für die Rotation des Daumens verantwortlich ist
auch Riss des SL-Bandes; Zerreißung des Bandes zwischen Kahnbein und Mondbein (an der Handwurzel)
umfassen Entzündungen und Verletzungen der vielzähligen Beuge- und Strecksehnen der Hand und des Handgelenkes
auch Sehnenrupturen; entstehen entweder als Folge von Unfällen oder von degenerativen Verschleißerscheinungen
auch Tendovaginitis; Entzündung der Hülle, die die Sehne umgibt, häufig als Folge von Fehlbelastungen
beim Sturz auf den Daumen zerreißt das ellenseitig (Kleinfingerseite) gelegene Band am Daumengrundgelenk
Spiegelung (Handarthroskopie) ist ein operativer Eingriff und häufig bei unklaren Beschwerden am Handgelenk angezeigt
Behandlung von akuten (Unfall, Sturz usw.) und chronischen Erkrankungen im gesamten Hand- und Ellenbogenbereich
auch Digitus saltans; Sehnengleitstörung der Fingerbeugesehnen
auch Ellenrinnesyndrom als Einengung des Ellennervs an der Innenseite des Ellenbogens und nachfolgende Durchblutungsstörungen des Nervs
auch Einengung der Daumensehnen; Sehnengleitstörung im Bereich der Streck- und Abspreizsehne des Daumens
auch Ganglion; Zyste mit Verbindung zu Gelenkkapsel oder Sehnengleitgewebe